Samstag, 11. August 2001

Andrea John als 20. an Qualifikation gescheitert

Die elffache Mannschafts- und Einzel-Europameisterin und vierfache Olympiasiegerin in der Dressur, Isabell Werth (GER), muss am Sonntag in Verden im Kür-Finale der 20. Europameisterschaften zuschauen.

Vor 16.000 Zuschauern bekam die 32-Jährige am Samstag im Grand Prix Special mit ihrem 15-jährigen Hannoveraner Wallach Antony zwar 1.519 Punkte und damit vier Punkte mehr als die Berliner EM-Debütantin Heike Kemmer mit ihrem Oldenburger Wallach Albano. Doch der 10-Punkte-Vorsprung Kemmers aus dem Grand Prix reichte am Ende zur Teilnahme am Sonntag-Finale, zu dem pro Nation nur maximal drei Reiter zugelassen sind.

In den Kampf um den Titel kann auch Kemmer nicht mehr eingreifen. Die Kür-Dressur wird zum mit Spannung erwarteten Zweikampf der beiden deutschen Mannschafts-Olympiasiegerinnen von Sydney, Nadine Capellmann mit Farbenfroh und Ulla Salzgeber mit ihrem Fuchswallach Rusty, die mit ihrem souveränen Sieg im Grand Prix Special am Samstag wieder in die Favoritenrolle geritten ist.

Das Duell der beiden deutschen Reiterinnen um den dritten Platz im Finale der EM in Verden hatte am Samstag die zahlreichen Zuschauer mehr elektrisiert als der Kampf zwischen den beiden Favoritinnen Capellmann und Salzgeber, die endlich einmal aus dem Schatten Isabell Werths heraustreten will. Wie stark die 43-jährige Ulla Salzgeber sein kann, wenn es ernst wird, bestätigte sie im Grand Prix Special, als sie Nerven wie Drahtseile hatte, 1.680 Punkte und damit 68 Punkte mehr als alle Konkurrentinnen erhielt.

Andrea John schaffte auf Hermes am Samstag 1.395 Punkte bzw. 64,88 Prozent und landete damit nach beiden Tagen an 20. Stelle. Für den Einzug in den Musikkür-Bewerb am Sonntag hätte sie unter die besten 15 kommen müssen. Für Österreich sind die Dressur-Europameisterschaften damit vorbei, mit John ist die letzte Vertreterin ausgeschieden. Das Team hatte sich mit Rang sieben für die Weltmeisterschaften 2002 qualifiziert.

11.8.2001 18:21