Ziele waren Flugabwehr und Radaranlagen

Flugzeuge der amerikanischen und britischen Alliierten haben am Freitag nach US-Medienberichten in der südlichen Flugverbotszone im Irak drei Abwehrstellungen bombardiert. Wie der Nachrichtensender CNN berichtete, waren 50 Kampfflugzeuge an dem Angriff beteiligt.
Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums handelte es sich um die umfangreichsten Luftangriffe seit Februar dieses Jahres. Voraus gegangen seien verstärkte Versuche der irakischen Streitkräfte, alliierte Piloten abzuschießen, teilte ein Pentagon-Sprecher in Washington mit.
Ein US-Militärsprecher erklärte, Flugabwehrstellungen, Radaranlagen und Telekommunikationseinrichtungen seien im Südirak bei den Luftangriffen getroffen worden. Details über mögliche Opfer und das Ausmaß des Schadens nannte der Sprecher nicht. Es war mindestens das zweite Mal in dieser Woche, dass allierte Flugzeuge Ziele in den von ihnen verhängten Flugverbotszonen angriffen.
An den Luftangriffen beteiligten sich den Angaben zufolge nahezu 20 Kampfflugzeuge. Unterstützung erhielten sie von etwa 30 anderen Maschinen. Die Flugzeuge starteten vom Flugzeugträger "Enterprise", der sich im Persischen Golf befindet, sowie von nicht näher bezeichneten Landstützpunkten. Einige der zur Unterstützung eingesetzten Maschinen sind offenbar in Saudiarabien stationiert.
Die Allianz hat nach dem Ende des Golfkrieges 1991 die Flugverbotszonen mit der Begründung eingerichtet, die kurdische Bevölkerung und andere Minderheiten zu schützen. Der Irak erkennt die Flugverbotszonen nicht an. In der Vergangenheit haben britische und amerikanische Kampfflugzeuge wiederholt irakische Flugabwehrstellungen beschossen.
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