Mittwoch, 8. August 2001

EU-Erweiterung: Haider beharrt auf Volksbefragung

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Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider im NEWS-Interview: Wie er mit seiner Anti-EU-Kampagne gegen den Koalitionspartner ÖVP auftritt. Was er sich für seine Kanzler-Kandidatur vorstellt. Und was er zum ORF zu sagen hat.

Haider: "Ich gehe davon aus, dass wir bei der nächsten Wahl Nummer zwei bleiben. Dann ist es wichtig, dass beide wollen, dass diese Koalition noch einmal zu Stande kommt." Auf die Frage, wer dann Kanzler werden solle, antwortet Haider: "Blauer Kanzler oder Kanzler ohne Partei, ein Österreich-Kanzler. Das wäre egal."

"Ich schließe die Kanzler-Kandidatur nicht aus"
Haider schließt für seine Person "eine Kanzler-Kandidatur nicht aus". Der Ex-FP-Chef kann sich aber ebenfalls Susanne Riess-Passer oder Karl-Heinz Grasser als FP-Kanzlerkandidaten vorstellen. Haider beharrt des weiteren auf einer Steuerreform für 2003 und glaubt, die ÖVP davon überzeugen zu können: "Das ist eine Regierung, die sich mühsam durch einen Dschungel den Weg bahnt. Auch wenn manche Angst vor der Klapperschlange haben, die beißen könnte: Die FP verliert die Orientierung nicht, damit sich die kleinen Schwarzen im Dschungel nicht verlieren."

Haider beharrt auf EU-Erweiterungs-Volksbefragung
Haider fordert weiters ein härteres Auftreten Österreichs in der EU: "Es ist der Zeitpunkt gekommen zu sagen: So geht's nicht weiter." Er beharrt auf einer Volksbefragung über die EU-Osterweiterung und auf einem "Veto wegen Temelin sowie wegen der Grenzlandförderung. Oder es gibt einen Aufstand der Regionen samt gemeinsamen Veto".

Haider kritisiert weiters EU-Kommissar Franz Fischler: "Wir haben Fischler, der angeblich ein österreichischer Kommissar ist und dabei in Wirklichkeit der größte Gegner Österreichs in der EU geworden ist. Die derzeitige EU ist ein autoritärer Verein. Da gibt es bald einen Volksaufstand." Daher überlege er ernsthaft, "als Spitzenkandidat einer neuen EU-Bewegung anzutreten."

"Klaus Pekarek als Kärntner ORF-Kurator gute Idee"
In Sachen ORF-Personalia hält Haider den Kärntner ORF-Kurator und Raiffeisen-Landeschef Klaus Pekarek als Vorsitzenden des Stiftungsrates für eine "gute Idee." Die Chancen für eine Wiederkandidatur von Generalintendant Gerhard Weis seien intakt: "Er hat zwar nicht nur Freunde in der FPÖ. Aber es gibt auch solche, die gute Erfahrungen mit ihm gemacht haben. Warum soll Weis ausgeschlossen werden, nur weil er für sein Unternehmen gekämpft hat. Das war ja seine Aufgabe."

Lesen Sie das ganze Interview mit Jörg Haider im aktuellen NEWS

8.8.2001 14:43