Ganz Paris feiert den genialen Mode-Designer

Der Meister-Couturier Yves Saint Laurent wusste schon immer, was er wollte. Von klein auf entwarf er Theaterkostüme, mit 17 ging er nach Paris, um von den Großen zu lernen - heute, mit 65, werden andere an ihm gemessen.
Das Haus Dior wollte ihn nach dem Wehrdienst nicht mehr. Mit der Schadenersatzsumme, die ihm zugesprochen wurde, gründete Yves Saint Laurent sein eigenes Modehaus. Mit der ihm eigenen Zielstrebigkeit ging er oft neue Wege: Als die Weiblichkeit der Frau im Vordergrund stand, schuf "YSL" den "androgynen Typ" und die Hosenanzüge.
Sein Credo:
"Mit einem Rollkragenpullover ist jede Frau gut angezogen!" Der umtriebige "Erfinder des Damensmokings" bot auch Kosmetikprodukte für Frauen und Männer an. Doch gesundheitliche Probleme zwangen ihn in den 90erjahren, kürzer zu treten.
Das Modeimperium von Yves Saint Laurent wurde 1993 vom Pharma- und Kosmetikkonzern Sanofi übernommen, trotzdem blieb der Coutourier alleine für das Modegeschäft zuständig. 2000 stieg Gucci ein und übernahm die Konfektionsmode.
Die Entlastung tat dem Designer gesundheitlich gut. Heute betreibt YSL ein Museum seiner größten Entwürfe und tritt nur selten öffentlich auf.

