Fast 13.000 Arbeitslose mehr als im Juli des Vorjahres

Die Arbeitslosenzahl stieg im Juli gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent. Ende Juli waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) mehr als 164.000 Jobsuchende gemeldet. Der Anstieg betraf vor allem Männer und Bauberufe. Im Europa-Vergleich lassen sich die Zahlen aber sehen. Nur Luxemburg und die Niederlande haben eine niedrigere Quote.
Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich setzt sich weiter fort. Ende Juli waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) um 12.705 Personen mehr gemeldet als im Vergleichsmonats des Vorjahres. Gegenüber dem Juni nahm die Arbeitslosenzahl nur geringfügig (0,8 %) zu.
Die nach EU-Kriterien errechnete saisonbereinigte Arbeitslosenquote blieb mit 3,8 % gegenüber dem Vormonat praktisch unverändert. Die nationale Arbeitslosenquote lag mit 4,8 % um 0,3 Prozentpunkte über den Vorjahreswert.
Männer und Frauen zu gleichen Teilen betroffen
Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr waren beide Geschlechter betroffen. Die Zunahme der Frauenarbeitslosigkeit (plus 5,4 %) fiel jedoch wesentlich geringer aus als die der Männer (plus 11,5 %). Ende des Monats waren insgesamt 83.546 Männer und 80.820 Frauen beim AMS arbeitslos gemeldet.
Starke Zunahme im Saisonbereich und in den Bauberufen
Nach Berufen betrachtet nahm die Arbeitslosenzahl am relativ stärksten im Saisonbereich und in den Bauberufen (plus 20,6 %) zu. In den Fremdenverkehrsberufen gab es um insgesamt 9,2 % mehr Jobsuchende. Gegenüber dem Vorjahr angestiegen ist auch die Arbeitslosenquote in den Produktionsberufen und im Dienstleistungsbereich.
Weit unter dem EU-Durchschnitt
Seine überaus günstige Position im internationalen Vergleich kann Österreich auch weiterhin behaupten. Die von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union in Luxemburg, neu errechnete saisonbereinigte Arbeitslosenquote lag für Österreich im Juni bei 3,8%. Sie beträgt damit nur die Hälfte des EU-Durchschnittes. Innerhalb der EU lagen damit nur Luxemburg und die Niederlande günstiger.

