August leichte Nächtigungszuwächse erwartet

Ein 9-prozentiges Nächtigungsplus im Mai, ein 5-prozentiges Minus im Juni und ein stagnierender Juli - so sieht die vorläufige Tourismusbilanz für die Sommersaison 2001 (Mai bis Oktober) aus. Große Hoffnungen setzt der Fachverband Hotellerie der Wirtschaftskammer Österreich in den August, wo eine Ferienwelle aus Deutschland erwartet wird.
"Insgesamt werden wir die Sommersaison mit einem leichten Nächtigungsplus abschließen", schätzte der Fachverbandsvorsteher der Hotellerie, Hans Melcher. Für das Gesamtjahr 2001 wird ein 6-prozentiges Nächtigungs- und Umsatzplus erwartet.
Hotellerie klagt über Arbeitskräftemangel
Der österreichische Tourismus kämpft seit Jahren mit dem Paradoxon "Arbeitskräftemangel bei steigender Arbeitslosigkeit". Offene Stellen gibt es vor allem in Westösterreich, hohe Arbeitslosigkeit vor allem in Ostösterreich. Der Tourismus brauche mehr Arbeitskräfte aus dem In- und Ausland, dazu sei eine Erhöhung des Saisonnierkontingents notwendig, betonte Melcher.
Für die Sommersaison beträgt das bewilligte Saisonnierkontingent 6.190 Arbeitskräfte, um 3.200 mehr als 2000. Bis zum Jahr 2005 fehlen der österreichischen Gastronomie und Hotellerie laut einer Wifo-Studie bis zu 12.000 Fachkräfte.
Deutsche unter den Gäste Nr. 1
Den größten Herkunftsmarkt des österreichischen Tourismus stellt mit 47 Prozent der Urlaubsgäste nach wie vor Deutschland dar, 25 Prozent der Österreich-Urlauber kommen aus Österreich selbst. Neue Märkte zu erobern sei zwar gut, die Österreich Werbung solle aber nicht auf die Stammmärkte vergessen, die 72 Prozent des Gästepotentials darstellen, stellte Melcher fest.

