Donnerstag, 2. August 2001

Österreichs Mobilfunker investieren bis zu 150 Mrd.S in UMTS

Österreichs Mobilfunkbetreiber werden in den nächsten Jahren gemeinsam bis zu 150 Mrd. S (10,90 Mrd. Euro) in die neue Mobilfunkgeneration UMTS investieren. Dies ergibt eine Rechnung des Telekom-Experten Georg Serentschy.

Serentschy geht davon aus, dass jeder der sechs Mobilfunkbetreiber, die in Österreich eine UMTS-Lizenz erworben haben, zwischen 5 und 25 Mrd. S oder sogar mehr aufwenden wird. Für den Lizenzerwerb allein haben die Betreiber bisher 11,4 Mrd. S ausgegeben.

"Die große Bandbreite des möglichen Investments ist auf Grund der möglichen - jedoch heute noch nicht einschätzbaren - Kooperations-Szenarien zwischen den Lizenzinhabern noch nicht näher einzugrenzen.

Wir können aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass in Österreich auf Grund der Unsicherheiten im Markt und auf Grund der erforderlichen gewaltigen Investitionen für einen Vollausbau sich praktisch alle Netzbetreiber in Gesprächen befinden, diese Investitionen und damit den Netzaufbau untereinander zu teilen. Letztendlich wird es sicher deutlich weniger physische Netze als Lizenzinhaber oder Netzbetreiber geben", sagte Serentschy.


Wieviele wirtschaftlich lebensfähige UMTS-Netzbetreiber der Markt in Österreich vertragen wird, lässt sich aus Sicht des Telekom Experten heute noch nicht vorhersagen. Frühere Berechnungen hätten ergeben, dass im GSM-Geschäft in Österreich der Markt nachhaltig nicht mehr als drei wirtschaftlich gesunde Netzbetreiber verträgt.

2.8.2001 12:47