Dienstag, 31. Juli 2001

Prognose von 300 Mio. S auf 190 Mio. S revidiert

Die Bank Burgenland kommt nicht aus den Schlagzeilen: Das Geldinstitut muss die vor kaum zwei Monaten geäußerte Prognose zum Betriebsergebnis drastisch revidieren. Das Betriebsergebnis für das Gesamtjahr werde nicht 300 Mill. S sondern 190 Mill. S (13,81 Mill. Euro/190 S) betragen, meinte ein Sprecher der Bank.

Im 1. Halbjahr ging das Betriebsergebnis auf 74,3 Mill. S zurück, nachdem es im Vergleichszeitraum 2000 184 Mill. S betragen hat. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung werden konsequent fortgesetzt und im Rahmen einer Produktivitätssteigerung weitere Verbesserungen angestrebt, hieß es weiter.

Der Nettozinsertrag zum 30. 6. 2001 lag mit 180 Mill. S um 13,4 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Dies sei auf die "zeitverzögerte Auswirkung der Wertberichtigung und Zinslosstellungen von Ausleihungen" zurückzuführen. Das Provisionsergebnis sank auf 37,2 Mill. S nach 53,5 Mill. S im Vorjahreszeitraum. Die Erträge aus dem Finanzgeschäft brachen sogar um mehr als die Hälfte auf 48,1 (1. Halbjahr 2000: 115,1) Mill. S ein.

Die Bilanzsumme der Bank, die im Vorjahr wegen der sogenannten "Hom-Rusch-Affäre" Milliardenverluste erlitten hat, lag zum 30. Juni bei 37,26 Mrd. S. Was im Vergleich zum Ultimo 2000 einen Rückgang von 0,9 Prozent entsprach.

31.7.2001 12:33