Sonntag, 5. August 2001

K.o.-Sieg in den USA über Charles Shufford

Wladimir Klitschko hat die Tür zum Club der Box-Giganten um Lennox Lewis, Mike Tyson, Evander Holyfield und Hasim Rahman weit aufgestoßen. Der in Hamburg lebende Ukrainer verteidigte am Samstag in Las Vegas seinen WM-Titel der World Boxing Organization (WBO) gegen den US-Amerikaner Charles Shufford durch K.o. in der 6. Runde zum zweiten Mal. "Das war die Eintrittskarte für die USA", jubelte Klitschko-Manager Klaus-Peter Kohl.

Für Larry Merchant, Chefkommentator des in den USA live übertragenden Pay-TV-Senders HBO, steht fest: "Klitschko ist der beste Schwergewichtler der Welt." Der TV-Journalist, der einst Wladimir Klitschkos Bruder Witali nach dessen verletzungsbedingter WM-Niederlage gegen Chris Byrd als Weichei und Amateur verhöhnt hatte, schwärmte nun: "Ich würde gern eine Klitschko-Aktie kaufen. Leider gibt es keine."

Bei seinem ersten Auftritt im Box-Mekka USA als Champion beherrschte der 25 Jahre alte Klitschko den drei Jahre älteren und zehn Zentimeter kleineren Herausforderer jederzeit. In der 2. und 3. Runde streckte der Titelverteidiger den an Nummer 30 der unabhängigen Weltrangliste geführten Amerikaner jeweils mit der rechten Geraden zu Boden. Doch erst im sechsten Durchgang ging dem pausenlos flüchtenden Shufford die Puste aus, als ihn ein knallharter linker Haken des Weltmeisters erwischte. Klitschko kassierte für seinen 34. k.o.Sieg im 38. Kampf umgerechnet 28 Millionen Schilling, Shuffold musste sich mit 4,9 Millionen begnügen.

5.8.2001 13:08