Verband strich das Wort "Amateur" aus dem Namen

Lamine Diack wird dem Internationalen Leichtathletik-Verband zwei weitere Jahre vorstehen. Der Sengalese wurde im Vorfeld der Weltmeisterschaften in Edmonton auf dem Kongress der IAAF mit 168 Stimmen bei nur einer Gegenstimme für zwei Jahre in seinem Amt bestätigt.
Diack hatte das Amt des Präsidenten nach dem Tod des Italieners Premio Nebiolo im Jahr 1999 übernommen. Zum Vizepräsident wurde der Deutsche Helmut Digel gewählt.
Zudem änderte die IAAF ihren Namen und strich das Wort "Amateur". Ab sofort heißt sie "International Federation of Athletics Federation". Bei dem Kongress wurden auch zwei neue Mitglieder in das 27-köpfige Council gewählt. Der eine ist dabei der Stabhochsprung-Weltrekordler Sergej Bubka, der mit 117 Stimmen gewählt wurde. Neben dem Ukrainer wurde auch der Italiener Gianni Gola in das Council gewählt.
Ab 2003 nur mehr ein Fehlstart pro Rennen
Die Leichtathleten haben sich bis zum Ende gewehrt, aber letztlich keinen Erfolg gehabt. Der Internationale Leichtathletik-Verband entschied im Vorfeld der WM in Edmonton, dass ab 2003 bei den Sprintrennen bis zu einer Distanz von 400 Metern nur mehr ein Fehlstart erlaubt ist. Wer den zweiten macht, wird disqualifiziert, ohne Rücksicht darauf, ob der/die Betreffende auch am ersten Fehlstart beteiligt war. Im Moment kann sich jeder Starter zwei Fehlstarts leisten, bevor er ausgeschlossen wird.
Mit der neuen Regel, die mit 81:74-Stimmen beschlossen wurde, sollen die Meetings kürzer und spannender gemacht werden. Bisher waren oft lange Pausen durch Fehlstarts endstanden. Die einzigen, die das nicht verstehen, sind die Sportler. "Lächerlich" war etwa der Kommentar des britischen 400-m-Läufers Mark Richardson, der der Auffassung ist, dass sich die IAAF viel zu viel vom Fernsehen diktieren lässt.
Verworfen hat der Kongress aber den Plan, wonach im Hoch- und Stabhochsprung nur mehr zwei statt wie bisher drei Versuche pro Höhe erlaubt gewesen wären. Die Delegierten hatten in Edmonton überhaupt Schwerstarbeit zu verrichten. Neben der Änderung bei den Frühstarts in den Laufbewerben wurde über weitere 178 Vorschläge für technische Regel-Änderungen abgestimmt, nur fünf wurden abgelehnt oder zurückgezogen.
