Dienstag, 31. Juli 2001

Coach in TV-MEDIA: "Haben reelle Aufstiegschance"

"Ich drücke den Tirolern die Daumen“, so Bayern-Präsident und Wahltiroler Franz Beckenbauer letzte Woche am Rande eines Benefizspiels seiner Mannschaft in Hamburg im TV-MEDIA-Gespräch. Der „Kaiser“ als Tirol-Fan – wenn das kein gutes Omen für das bevorstehende Hinspiel des FC Tirol in der 3. Runde der Champions-League-Qualifikation am Dienstag, 7. August, um 17.35 Uhr bei Lok Moskau ist.

Freilich: Auch ohne Beckenbauer’sche Unterstützung stehen die Chancen, dass Österreichs Fußballmeister den Sprung in die Eliteliga schafft, nicht schlecht. Tirol-Coach Kurt Jara zu TVMEDIA: „Es herrscht keine Euphorie, aber wir haben eine reelle Chance, Lok auszuschalten wenn wir zweimal sehr gut spielen. Unterschätzen werden wir die Russen sicher nicht.“

Lok Moskau: starkes Kollektiv
Hoffentlich teilen die Spieler die vorsichtige Einschätzung ihres Chefs. Denn Lok Moskau ist als russischer Vizemeister zwar kein Kaliber wie Valencia (gegen das Tirol 2000 in der Champions-League-Qualifikation keinen Auftrag hatte), trotzdem hat das starke Kollektiv seine kämpferischen Qualitäten. Davon konnten sich die Innsbrucker heuer sogar selbst überzeugen: Im Februar trennten sich die beiden Teams in einem Testspiel 3:3 – obwohl die Jara- Truppe schon 3:0 geführt hatte.

Russischer Spion für Tirol
Kleiner Vorteil für Tirol: Ersatz-Keeper Stanislaw Tschertschessow spielte vor seiner Legionärszeit 1988/89 bei Lok, kennt die Mannschaft immer noch gut und liefert Trainer Jara so wichtige Informationen aus dem „feindlichen“ Lager. Tschertschessow: „Es gibt keinen besseren Spion als Stanislaw Tschertschessow, daher stehen die Chancen 51:49 für uns.“ Tirol-Präsident Martin Kerscher kann es nur recht sein, einen Informanten im Team zu haben, der um die Schwächen des Gegners genau Bescheid weiß. Schließlich wittert er bereits das große Geld, das den Tirolern im Fall einer Qualifikation sicher ist. Finanziell wäre die Champions League ein Traum, das würde uns für die nächsten Jahre enorm weiterbringen“, so Kerscher im Interview mit TV-MEDIA.

Das große Geld
Im Klartext: Der Einzug in die erste Gruppenphase des Meistercups brächte Gilewicz und Co mindestens 50 Millionen Schilling von der UEFA ein, dazu kämen pro Sieg weitere 4,5 Millionen, pro Remis immerhin noch 2,25 Millionen. Noch gar nicht eingerechnet in diese Kalkulation sind die Zuschauereinnahmen für drei ausverkaufte Heimspiele in Innsbruck – Minimum 25 Millionen Schilling.

Die Story in voller Länge lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von TV-MEDIA.

31.7.2001 17:44