Montag, 30. Juli 2001

"Weiß nicht, ob ich die WM zu Ende fahre"

Die unendliche Geschichte im Kampf von Klaus Klaffenböck um den Seitenwagen-Weltmeistertitel ist seit Sonntag um ein Kapitel reicher. Nach seinem Ausfall auf Grund der Attacken des Deutschen Steinhausen musste Klaffenböck auch noch zusehen, wie Sieger Steve Webster nicht disqualifiziert wurde. Und das, obwohl sein Gespann die vorgeschriebene Bodenfreiheit nicht aufwies.

"Ich habe extra ein Teammitglied zur Technischen Kontrolle geschickt um sicherzugehen, dass alle Gespanne genau kontrolliert werden. Dabei wurde festgestellt, dass Webster viel zu tief war", erklärte Klaffenböck. Trotz dieses Vergehens wurde der Brite von den Technischen Kommissaren nicht aus der Wertung genommen. "Als ich von dieser Sauerei gehört habe, protestierte ich sofort bei der Rennleitung. Nach Bezahlung der erforderlichen 1.000 Schweizer Franken (662 Euro/9.104 S) Protestgebühr ließen mich die Kommissare aber noch zehn Minuten vor ihrem Büro warten, um mich dann darauf aufmerksam zu machen, dass die Einspruchsfrist vor sechs Minuten abgelaufen ist."

Damit bleibt Titelverteidiger Webster in der Wertung und liegt somit weiterhin punktegleich mit dem Oberösterreicher auf Platz eins der WM-Tabelle. "Langsam aber sicher macht es keinen Spaß mehr, denn seitdem ich in der Weltmeisterschaft an der Spitze mitfahre, werden mir nur Prügel zwischen die Beine geworfen. Jedes Jahr das gleiche Spiel, sobald wir auf WM-Kurs liegen, werden wir von den Verantwortlichen eingebremst. Ich bin nun echt so weit, dass ich noch nicht sagen kann, ob ich die letzten drei Rennen der Saison noch bestreite", stellte Klaffenböck sogar einen Boykott in Aussicht.

30.7.2001 16:15