Im Finale Mexiko mit 1:0 besiegt

Die Fußballauswahl Kolumbiens ist erstmals Sieger der südamerikanischen Meisterschaft Copa America. Im Finale besiegte die Mannschaft des Veranstalterlandes Mexiko mit 1:0 (0:0). Den Siegtreffer erzielte Kolumbien-Kapitän Ivan Cordoba in der 65. Minute mit einem unhaltbaren Kopfball.
47.000 Zuschauer feierten ihre Meister im Stadion "El Campin" in der Hauptstadt Bogota. Auch im ganzen Land feierten die Menschen spontan den Erfolg der eigenen Mannschaft.
Beide Mannschaften waren über weite Strecken gleich stark, aber zahlreiche Fouls nahmen dem kolumbianischen Sieg etwas den Glanz. Die Mexikaner verließen den Platz unter lautstarkem Protest gegen den Schiedsrichter, der ihrer Meinung nach zu Gunsten Kolumbiens gepfiffen hatte.
Ungeschlagen
In allen sechs Spielen blieb die Auswahl Kolumbiens ungeschlagen, schoss elf Tore und kassierte kein einziges gegen sich. Zu gute kam den Gastgebern für ihren Turniersieg, dass Rekordmeister Argentinien kurzfristig seine Teilnahme abgesagt und Brasilien mit einer schwachen Mannschaft frühzeitig im Viertelfinale ausgeschieden war.
Honduras Dritter
Im ersten Spiel des Tages hatte sich zuvor Honduras am Nachmittag im Elfmeterschießen mit 5:4 gegen Uruguay durchgesetzt und damit einen sensationellen dritten Platz erzielt. Zum Ende der regulären Spielzeit hatte es 2:2 unentschieden gestanden. Der Fußballzwerg aus Mittelamerika hatte schon den viermaligen Weltmeister Brasilien in einem Aufsehen erregenden Viertelfinalspiel mit 2:0 Erfolg aus dem Turnier geworfen.
