Freitag, 3. August 2001

Auch einzelnen Bundestraßen werden bemautet

Das für 2003 angekündigte Lkw-Road-Pricing wird nicht nur auf Autobahnen, sondern auf dem gesamten hochrangigen Straßennetz eingehoben werden. Geplant ist die Mauteinhebung damit auch auf den Schnellstraßen und jenen Bundesstraßen, deren Kennziffer mit 3 beginnt, erklärte Infrastrukturministerin Monika Forstinger (F).

In Frage kämen zunächst rund 13 Bundesstraßen, auf denen Lkw-Maut kassiert werden könnte. Dazu müssten diese Bundesstraßen allerdings noch der Obhut der Autobahn- und Schnellstraßenfinanzierung AG (Asfinag) allesamt übergeben werden. Bisher stehen zwei dieser 13 Straßen in der Verwaltung der Asfinag, weitere 5 sind kurz vor der Übertragung.

Ob man auch auf Ausweichrouten, über die die Lkw den bemauteten Straßen entgehen könnten, einheben werde - wie dies in Deutschland geplant wird - , ließ Forstinger noch offen. "Wir müssen aber alle Maßnahmen ausreizen, damit es nicht zu einer Mautflucht kommt", so Forstinger.

Auch in der Höhe der Maut wollte sich Forstinger noch nicht festlegen. Man werde sich dabei an der Abgabenhöhe in anderen Ländern orientieren, so Forstinger. Zuletzt hatte die Ministerin erklärt gegenüber Medien erklärt, dass die Maut "sicher nicht unter 2 S pro Kilometer" liegen werde.

Was den Zeitplan betrifft, so erklärte Forstinger: "Es wird ernst, wir liegen gut in der Zeit." Die Lkw-Maut bewirke eine "echtere Belastung des Lkw-Verkehrs, die regulierend auf den Verkehr wirken und vor allem den Transit weiter auf die Schiene drängen sollte. Das Ministerium sei daher um eine rasche Einführung des Lkw-Road-Pricings bemüht. Mit der Vergabe sei im ersten Halbjahr 2002 zu rechnen, so Forstinger.

3.8.2001 18:28