Auf seiner Todesliste standen fünf Namen

Der Polit-Krimi in Deutschland: Ex-Bauminister Jochen Wolf soll auch die Ermordung des brandenburgischen Ministerpräsidenten Stolpe erwogen haben! Insgesamt standen laut Zeitungsberichten fünf Namen auf seiner Todesliste. Der Politiker sitzt in Haft: Er hat gestanden, dass er seine Frau umbringen wollte.
Laut einem Informanten der "Bild"-Zeitung hätte Wolf insgesamt fünf Tötungsverbrechen geplant. Auf seiner Liste standen neben seiner Frau auch der Amtsrichter, weil er dessen Gattin Unterhalt zugebilligt hat. Außerdem ein früherer SPD-Parteifreund und ein Journalist (der bei Wolf nach einem Zeitungsbericht in Ungnade gefallen sein soll).
Sollte Stolpe sterben, weil er Wolf nach Korrupitonsfall aus Kabinett schmiss?
Der Potsdamer Staatsanwaltschaft ist eine solche Liste nach Angaben ihrer Sprecherin Sigrid Komor bisher nicht bekannt. Dem Hinweis werde jedoch nachgegangen, erklärte Komor am Freitag. Stolpe sollte ermordet werden, weil Minister Wolf 1993 nach einer Korruptionsaffäre aus dessen Kabinett ausscheiden musste.
Mord an Ehefrau: Rache für den Tod seiner Geliebten
Über den von der Zeitung als Zeugen angeführten Freund soll Wolf den Mann kennen gelernt haben, den er später mit der Tötung seiner Frau beauftragte. Der Gedungene hatte sich jedoch an die Polizei gewandt. Daraufhin war der frühere Minister vor einer Woche festgenommen worden. Vor dem Haftrichter gestand er bereits, die Ermordung seiner Frau in Auftrag gegeben zu haben. Seitdem sitzt der 59-Jährige in Brandenburg an der Havel in Untersuchungshaft und unternahm dort bereits einen Selbstmordversuch. Er schnitt sich die Pulsadern auf.
Wolf war Mitbegründer der SPD Brandenburg
Nach der Wende in der DDR war Wolf einer der Mitbegründer der SPD in Brandenburg. Dem ersten Landeskabinett gehörte er bis zu einer Korruptionsaffäre 1993 als Bauminister an. Nachdem er sich gerichtlich wieder in den Landesdienst eingeklagte hatte, war Wolf bis zuletzt Referatsleiter für GUS-Projekte im brandenburgischen Wirtschaftsministerium. Dort wird nach Angaben eines Sprechers mittlerweile seine Kündigung vorbereitet.
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