Grizzly-Bären-Revier bedroht

Ein Buschfeuer im amerikanischen Yellowstone National Park hat seit dem letzten Wochenende knapp 800 Hektar Wald vernichtet. 600 Feuerwehrleute waren am Donnerstag im Einsatz, doch bis zum Abend brachten sie erst zehn Prozent der Flammen unter Kontrolle.
Die Löscharbeiten in dem schwer zugänglichen Gebiet im Nordwesten der USA, das vor allem für seine seltenen Baumbestände und als Grizzly-Bären-Revier bekannt ist, müssen weitgehend aus der Luft durchgeführt werden. Bei anhaltender Trockenheit und warmen Temperaturen ist eine Entschärfung der Lage an diesem Wochenende nicht in Sicht.
Die Ostzufahrt zu dem beliebten Ausflugsziel, die im letzten Jahr von über 300.000 Besuchern passiert wurde, bleibt weiterhin geschlossen. Das Feuer rückte bis auf wenige hundert Meter an die Straße und an Parkgebäude heran. Der größte Teil des Parks, der jährlich von drei Millionen Menschen besucht wird, ist jedoch geöffnet. Der Nationalpark, mit 9000 Quadratkilometern einer der größten der Welt, war bereits 1988 von einem riesigen Feuer heimgesucht worden. Fast ein Drittel der Fläche waren betroffen.
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