Hamas droht erneut mit Vergeltung und Terror

Trotz scharfer internationaler Kritik will Israel an seiner Politik festhalten, mutmaßliche palästinensische Gewalttäter gezielt auszuschalten. Israel habe keine andere Wahl, als Extremisten anzugreifen, bevor diese Selbstmordanschläge und andere Gewalttaten begehen könnten, sagte Außenminister Shimon Peres.
Die radikalen Palästinenserorganisationen Hamas und Jihad drohten mit neuen Terroranschlägen. Beim Angriff am Dienstag auf die Zentrale der radikal-islamischen Gruppe Hamas in Nablus waren acht Palästinenser getötet worden, darunter zwei Kinder und zwei führende Hamas-Funktionäre.
Die USA und die Europäische Union hatten den Einsatz als überzogen und als Provokation verurteilt. Palästinenser-Präsident Yassir Arafat forderte erneut die von Israel abgelehnte Stationierung internationaler Beobachter.
Peres sagte weiter, Israel sei "das einzige Land, das einem Terror ausgesetzt ist, den es nirgendwo sonst auf der Welt gibt". Ägyptens Außenminister Ahmed Maher wies die Darstellung, Israel sei zu Einsätzen wie in Nablus gezwungen, zurück. Das israelische Vorgehen gegen die Palästinenser, bei denen zahlreiche Zivilisten und Kinder ermordet würden, verletze alle Gesetze und internationale Übereinkommen. Der Papst rief bei einem Treffen mit Arafat beide Seiten auf, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen.
Die radikalen Palästinenserorganisationen Islamischer Jihad und Hamas haben ihre Drohungen gegen Israel verstärkt. Die Palästinenser würden mit "Toten, Blut und Krieg" auf die Tötung von acht Menschen in Nablus am Dienstag antworten, sagte der Chef der Organisation Islamischer Jihad, Ramadan Abdallah Shallah, am Donnerstag in Damaskus. Der geistliche Führer der radikalislamischen Hamas-Organisation, Scheich Achmed Yassin, drohte ebenfalls mit Gewalt.
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