Donnerstag, 2. August 2001

In 70 Jahren leben 9 Mrd. Menschen auf der Welt

Die Zahl der Weltbevölkerung wird nach neuesten Forschungsergebnissen in den kommenden 70 Jahren auf neun Milliarden Menschen ansteigen, danach aber kontinuierlich abnehmen. Am stärksten wird dabei das Wachstum in den Entwicklungsländern ausfallen.

Dies errechneten die Wissenschafter des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) im österreichischen Laxenburg. Derzeit leben 6,1 Milliarden Menschen auf der Erde.

Anteil der über 60-Jährigen wird sprunghaft steigen
Zudem prophezeien die Forscher, dass es künftig deutlich mehr alte Menschen geben wird. So werde sich die Zahl der über 60-Jährigen in diesem Jahrhundert mehr als verdreifachen, heißt es in dem Bericht, der in der neuesten Ausgabe des britischen Wissenschaftsmagazins "Nature" vorgestellt wird. Derzeit sind zehn Prozent der Weltbevölkerung älter als 60 Jahre, 2100 wird dieser Anteil den Prognosen zufolge auf 34 Prozent gestiegen sein.

Anhand verschiedener Berechnungen sagen die Wissenschafter die Höchstzahl der Weltbevölkerung von neun Milliarden Menschen für das Jahr 2075 voraus. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts wird diese Zahl den Voraussagen zufolge wieder auf 8,4 Milliarden sinken.

Probleme könnte es durch die unterschiedliche Verteilung des Bevölkerungswachstums und daraus resultierende Wanderungsbewegungen geben. Während die Zahl der Einwohner in westlichen Ländern bereits rückläufig ist, prophezeit die Studie allein für das südliche Afrika eine Zunahme der Bevölkerung von derzeit 611 Millionen auf 1,5 Milliarden Menschen im Jahre 2070.

UNO: 2050 leben 90 Prozent der Menschen in der Dritten Welt
Schätzungen der Vereinten Nationen gehen ebenfalls von einem Anstieg der Weltbevölkerung auf rund neun Milliarden Menschen aus. Die UN kamen in einer im Februar veröffentlichten Studie zu dem Schluss, dass im Jahr 2050 insgesamt 90 Prozent der Erdenbürger in Entwicklungsländern leben werden.

2.8.2001 09:08