FPÖ-Dealer-Prämie in Kärnten und der Steiermark

Die steirische FPÖ hat eine Idee des SPÖ-Bürgermeisters der Kärntner Bezirksstadt Spittal/Drau aufgegriffen. Dieser setzte letzte Woche eine Prämie von 5.000 Schilling für Hinweise aus, die zur Ausforschung von Dealern führen. Am Mittwoch hieß es in Graz, dass das Geld aus der FP-Parteikasse kommen soll.
In der vergangenen Woche hatte der Bürgermeister von Spittal, Gerhard Köfer (SPÖ), seine Idee vorgestellt, die nun von der steirischen FP-Spitze als nachahmenswert empfunden wird. Für Hinweise aus der Bevölkerung, die steiermarkweit zur Ergreifung von Dealern führen, sollen 5.000 Schilling Prämie ausbezahlt werden. Man wolle damit "die Sensibilität gegenüber dem Drogenproblem erhöhen", hieß es am Mittwoch.
Anlass für Köfers Idee war der kürzlich von Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) präsentierte Drogenbericht. "Außergewöhnliche Entwicklungen gegen die Gesundheit unserer Kinder erfordern außergewöhnliche Maßnahmen", begründet Köfer seine "Kopfgeld"-Aktion. Er werde mit der Gendarmerie und den Verwaltungsbehörden eine Anlaufstelle schaffen, wo auch anonyme Hinweise angenommen werden.
Im Jahr 2000 hat sich die Zahl der Drogentoten in der Steiermark verdoppelt, in Graz sind die Anzeigen nach dem Suchtgiftgesetz zwischen 1998 und 2000 um 125 Prozent gestiegen, argumentierte die FPÖ die Dringlichkeit von Maßnahmen.
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