Größter Castor-Transport Deutschlands gestartet

Das Bundeskanzleramt hat Dienstag Nachmittag bestätigt, dass der Bericht der EU-Kommission zum tschechischen Atomkraftwerk Temelin eingelangt ist. Das rund 250 Seiten umfassende Konvolut wurde bereits an die Experten des Umweltministeriums zur Analyse weitergeleitet.
Die Sprecherin wollte zu Presseberichten über den Inhalt des EU-Kommissionsberichts nicht Stellung nehmen. "Wir müssen uns das erst genauer anschauen." Sie hoffe, dass der Bericht eine gute Grundlage bietet, um den Melker Prozess abzuschließen.
EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen hatte den Bericht am Dienstag an Schüssel und den tschechischen Ministerpräsidenten Milos Zeman geschickt. Die Kommission hatte in einer Presseerklärung betont, dass eine Veröffentlichung des Inhalts im gegenwärtigen Stadium des Melker Prozesses nicht vorgesehen sei. Es sei auch nicht Aufgabe der Kommission gewesen, die Sicherheit des AKW zu evaluieren, sondern durch Informationsaustausch einen Dialog zwischen Österreich und Tschechien zu ermöglichen.
Größter deutscher Atomtransport ist unterwegs
Der größte jemals in Deutschland zusammengestellte Atommülltransport ist unterwegs. Er begann seine Reise heute früh in Neckarwestheim in Baden-Württemberg, Ziele sind die Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague in Frankreich und Sellafield in Großbritannien. Mehr als hundert verbrauchte Brennelemente werden in zwölf Behältern transportiert.
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