Seit Juni keine Ruhe in Nordirland

Auch in der vierten Nacht in Folge von Montag auf Dienstag hat die Gewalt in der nordirischen Hauptstadt Belfast angehalten. Eine Gruppe von rund 100 militanten Protestanten warf im Norden der Stadt selbst gebastelte Sprengsätze auf von Katholiken bewohnte Häuser.
Die Menge beschuldigte die Katholiken, Häuser von Protestanten mit Steinen beworfen zu haben. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein.
Katholische Kinder, die in einem Gemeindezentrum im Norden Belfasts ein Theaterstück besuchten, mussten evakuiert werden, nachdem zwei Sprengsätze auf das Gebäude geworfen wurden. Verletzt wurde niemand. Ein Mann, der sich als Mitglied der antikatholische Extremistengruppe Red Hand Defenders ausgab, erklärte in einem Anruf bei einer Belfaster Redaktion, für den Anschlag verantwortlich zu sein.
Es war die vierte Nacht in Folge, in der es in Belfast zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Protestanten und Katholiken kam. Voraussichtlich am Mittwoch wollen die Regierungen von Großbritannien und Irland ihren Plan zur Rettung des Friedensprozesses in Nordirland vorlegen.
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