Dienstag, 31. Juli 2001

Entschädigung auf dem Weg zu 20.000 NS-Opfern

Die NS-Zwangsarbeiter-Entschädigung hat nun endlich begonnen: 1.200 Einzelanweisungen an ehemalige Zwangsarbeiter in rund 20 Ländern und drei Sammelüberweisungen an Partnerorganisationen in Polen, Tschechien und der Ukraine sind unterwegs.

Botschafter Richard Wotava, Generalsekretär des Österreichischen Versöhnungsfonds, hat damit am Dienstag die ersten 562 Millionen Schilling für rund 20.000 frühere Zwangsarbeiter eingezahlt. An Verwaltungskosten erhalten die Partnerorganisationen zusätzlich rund 23 Mill. Schilling.

Ähnliche Partnerorganisationen existieren in Russland, Ungarn und Weißrussland. Russen und Ungarn haben laut Wotava noch keine Entschädigungs-Anträge gestellt. Ein Antrag aus Weißrussland wird demnach derzeit geprüft. In den nächsten Tagen werden laut Wotava rund weitere 5.000 Fälle ehemaliger Zwangsarbeiter aus Polen, Weißrussland und Tschechien auszahlungsreif gemacht. Über deren Genehmigung soll das Komitee des Versöhnungsfonds in der zweiten Augusthälfte beraten.

199 der früheren Zwangsarbeiter leben laut Wotava in Österreich. Sie werden ihre Entschädigung nach Angaben der PSK bis Ende der Woche per Baranweisung erhalten. Wann die Mittel bei den osteuropäischen Partnerorganisationen bzw. bei den Betroffenen in anderen Ländern ankommen, hängt vom lokalen Bankweg ab.

31.7.2001 16:48