Zum Angleich an die Schweiz

Der bisher vorgesehene Höchsttarif von 2 S je Kilometer für Schwer-Lkw könnte für die derzeit ab Ende 2003 vorgesehene elektronische Lkw-Maut höher ausfallen. Im Verkehrsministerium und bei der Asfinag schließt man derartige Überlegungen nicht aus.
Gleichzeitig wird jedoch darauf hingewiesen, dass über die Höhe des Mauttarifs derzeit höchstens spekuliert werden könne. Ein wichtiges Argument, sei der höhere Mauttarif in der Schweiz, wo eine vollelektronische "Camion-Maut" über die Leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe (LSVA) seit Anfang dieses Jahres eingehoben wird.
In der Schweiz gilt bis zum Jahr 2004 ein höherer Kilometertarif. Österreich befürchtet nun, dass bei derart unterschiedlichen Wegekosten die Laster lieber einen Umweg über Tirol oder Vorarlberg machen werden, auch wenn der Weg nach Süden durch die Schweiz kürzer wäre.
Mit EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio wurde deshalb das Thema "sensible Zonen" in den westlichen Bundesländern angesprochen, um dort relativ höhere Mautgebühren zu ermöglichen. Dabei ist abzuwägen, wie hoch die Maut auf einer Autobahn oder Schnellstraße sein kann, ohne dass es innerösterreichisch zu einem Ausweichen auf das nicht bemautete Bundesstraßennetz kommt.
In Deutschland, das ebenfalls eine Lkw-Maut vorbereitet, ist laut Verkehrsministerium eine Diskussion im Gange, die Maut auch auf Bundesstraßen zu erweitern.
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