Ankerbrot: 2001 knapp 12 Mio. Euro Verlust
- 34,5 Millionen Euro Bankschulden

Bei dem von der deutschen Müller Brot betriebenen Wiener Großbäcker Ankerbrot ist der Abbau der langjährigen Verluste auch im Bilanzjahr 2001 nur langsam vorangekommen. Geringfügig, von 65,6 auf 61,5 Mio. Euro reduziert wurden die Schulden des Unternehmens.
Wie aus dem veröffentlichten Jahres-Abschluss der Ankerbrot AG für 2001 hervor geht, hat das Backwarenunternehmen seinen Umsatz von 158,6 auf 161,3 Mill. Euro angehoben. Der Verlust im EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) ging von zuvor 19,86 auf 11,87 Mill. Euro zurück, der Jahresfehlbetrag nach Steuern sank von 18,95 auf 11,87 Mill. Euro. Nach Rücklagen verblieb ein Bilanzverlust von abermals 2,44 Mill. Euro.
Das Grundkapital beträgt 7,27 Mill. Euro. Den Erläuterungen zufolge wurden 2001 den Kapitalrücklagen 14,85 Mill. Euro zugeführt und 10,87 Mill. Euro wieder aufgelöst. Das Eigenkapital sei mit 10,26 Mill. Euro positiv.
Unter den Aufwandsposten wurde der Personalaufwand mit 80,01 Mill. Euro insgesamt geringfügig abgesenkt (2000: 80,2 Mill. Euro), wobei auf Löhne 28,05 (28,04) Mill. Euro und auf Gehälter 31,61 (30,85) Mill. Euro entfielen, rückläufig waren im Wesentlichen Abfertigungen. Wie berichtet, ist das Unternehmen mit der Belegschaft gerade in Endverhandlungen zu "Sanierungsbeiträgen". Mit diesen Solidarbeiträgen der Beschäftigten (befristete Gehaltskürzungen, Verzicht auf Teile des Weihnachtsgelds bzw. von Urlaubsansprüchen) will das bayerische Anker-Management in Österreich eine teure KV-Differenz zur Konkurrenz abbauen und - wie es in Medien hieß - auch Kündigungen vermeiden.
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