Donnerstag, 26. Juli 2001

Pro-Kopf-Ausgaben in Österreich: 18.600 S

Montaliche Haushaltsausgaben: Grafik

33.500 S (2.434 Euro) werden im Durchschnitt in Österreichs Haushalten pro Monat ausgegeben. Das geht aus einer Erhebung der Statistik Austria zu den Jahren 1999/2000 hervor. Auch der Speiseplan der Österreicher wurde untersucht. Das Ergebnis: deftige Küche wird bevorzugt.

Der größte Teil des Geldes geht dabei für Wohnen, Heizen und Beleuchtung (23,5 %) auf. Danach folgen Verkehr (15 %), Lebensmittel (13 %) und Kosten für die Erholung (12 %). Ein- und Zweipersonen-Haushalte geben dabei deutlich mehr Geld aus als Familien.

Standardisiert man die Haushaltsausgaben nach Haushaltsgröße und -zusammensetzung so ergeben sich eine Pro-Kopf-Ausgaben von durchschnittlich S 18.600,- (€ 1.352,) pro Monat.

Ein Blick in die österreichische Speisekammer
Schweinefleisch, Kartoffeln, Eier und Wurstbrot – die österreichischen Haushalte mögen deftige Küche

Fast 10 Kilo Fleisch und Wurst, sowie ein halbes Kilo Fisch konsumiert ein durchschnittlicher Haushalt pro Monat, 12 Liter Milch, fast 26 Kilo Obst und Gemüse, 35 Eier, fast 10 Liter an alkoholischen Getränken sowie 27 Liter alkoholfreie Erfrischungsgetränke. Das sind die wesentlichen Ergebnisse der österreichischen Einkaufsgewohnheiten.

Schweinfleisch vor Geflügel
Beliebteste Fleischsorte in Österreichs Haushalten ist Schweinefleisch (monatlich 2,4 kg pro Haushalt) vor Geflügel. Auch Wurstwaren (2,4 kg pro Haushalt) stehen hoch im Kurs, wobei mehr Schwarz- als Weißbrot damit belegt wird.

Zuwächse bei PCs und Handy
Ein rasanter Anstieg ist sowohl bei PCs, Internet-Anschlüssen als auch bei Mobiltelefonen zu verzeichnen. 1998 hatten erst 24% der Haushalte einen privaten PC zur Verfügung, 1999/2000 erhöht sich diese Ausstattungsquote auf 40%.

Noch deutlicher zeigt sich diese Entwicklung bei Internet-Anschlüssen: Mehr als dreimal so viele Haushalte als 1998 (5%) haben nunmehr Zugang zum World Wide Web (16%).

Eindrucksvolle Zuwachsraten erzielen auch Mobiltelefone: 1993 verfügten erst 4% der Haushalte zumindest über ein Handy, 1999/2000 sind es schon fast zwei Drittel.

Schlusslicht Tirol
Im Vergleich der Bundesländer liegt Tirol bei den Verbrauchsausgaben der Haushalte in der Konsumerhebung 1999/2000 mit durchschnittlich 29.7000 S (2.158 Euro) pro Monat erstmals an letzter Stelle. Bei der Erhebung 1993/94 - die jedoch nur sehr bedingt vergleichbar - war noch Wien mit durchschnittlichen Haushaltsausgaben von monatlich 28.200 S Schlusslicht.

Die Bundeshauptstadt hat mittlerweile deutlich aufgeholt und liegt nun mit 33.800 S auf Platz 5. Die höchsten Haushaltsausgaben gibt es in Vorarlberg mit 36.000 S und Oberösterreich mit 35.000 S.

26.7.2001 13:51