Zumtobel-Rückzug aus dem Kaffeegeschäft

Die Vorarlberger F. M. Zumtobel Industrieholding AG verkauft ihre Kaffeesparte an Meinl. Die Zumtobel Gourmet-Kaffee GmbH, die bisher jährlich rund 1.000 Tonnen Kaffee geröstet und damit zuletzt 130 Mill. S umgesetzt hat, wird zur Gänze von der Julius Meinl-Gruppe übernommen.
"Für uns bedeutet das eine sinnvolle Synergie, weil Meinl im Osten und Zumtobel im Westen stark ist", sagte der Geschäftsführer der Julius Meinl Austria Industrie GmbH, Wolfgang Gampe. Über die Verhandlungen wollte er keine näheren Angaben machen, die Verträge seien im Prinzip unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde von beiden Seiten "Stillschweigen vereinbart".
Meinl will "Zumtobel-Kaffee" weiter ausbauen, so Gampe. Die Marke bleibt erhalten, auch für die Rösterei in Vorarlberg sind keine Änderungen geplant.
Meinl hat laut Gampe zuletzt rund 700 Mill. S (50,9 Mill. Euro) mit Kaffe, Tee und Marmeladen umgesetzt. Meinl röstet pro Jahr 6.000 bis 7.000 Tonnen Kaffe.
Der klassische Bereich Zumtobel Kerzen läuft laut Schallert weiter. Für die Verwendung der liquiden Geldmittel aus dem Verkauf der Kaffeesparte ist laut Schallert "noch keine Festlegung" erfolgt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich die Zumtobel Industrieholding in einem erreichbaren Umkreis in Österreich und im Bodenseeraum an Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial beteiligen. An exotische Deals wie das China-Kaffeeprojekt (Rückzug 1996) sei jedenfalls nicht gedacht.
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