14 Millionen Nächtigungen in bisheriger Sommersaison

Der österreichische Tourismus hat in der bisherigen Sommersaison 2001 (Mai und Juni) ein leichtes Nächtigungsplus von 0,4 Prozent erzielt. Die Zahl der Übernachtungen stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 14,1 Millionen.
Die leichte Nächtigungszunahme war auf ausländische Gäste zurückzuführen (plus 0,9 Prozent), während inländische Gästenächtigungen mit minus 0,3 Prozent leicht rückläufig waren, teilte die Statistik Austria heute, Mittwoch, mit.
Deutsche (plus 0,7 Prozent) und insbesondere holländische (plus 17,2 Prozent) Gäste nächtigten im Mai und Juni vermehrt in Österreich, während britische (minus 11,3 Prozent) und US-amerikanische (minus 11,8 Prozent) Touristen seltener österreichische Hotelbetten benutzten.
Im wichtigsten Tourismusbundesland Tirol wurden in der bisherigen Sommersaison um 2,0 Prozent weniger Nächtigungen gezählt, hingegen konnten Kärnten und Salzburg überdurchschnittliche Zuwächse verbuchen (plus 3,9 Prozent bzw. plus 0,7 Prozent). Wien profitierte besonders von Inländernächtigungen (plus 6,9 Prozent), bei Nächtigungen ausländischer Touristen war dies die Steiermark (plus 8,8 Prozent).
Im ersten Halbjahr 2001 (Jänner bis Juni) registrierte die Statistik Austria 58,7 Millionen Übernachtungen, das ist ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2000. Die Nächtigungszunahme wird auf die verstärkte Präsenz deutscher (plus 2,5 Prozent), holländischer (plus 2,3 Prozent), britischer (plus 3,4) und Schweizer (plus 6,5 Prozent) Gäste zurückgeführt.
Im nächtigungsstärksten Bundesland Tirol (22,9 Mill. Nächtigungen) wurden von Jänner bis Juni um 2,8 Prozent mehr Nächtigungen gezählt, auch Salzburg, die Steiermark und Kärnten verbuchten überdurchschnittlich hohe Zuwächse (2,4 Prozent, 4,7 Prozent bzw. 3,6 Prozent). In Hotelbetrieben der 5-/4-Stern-Kategorie erhöhte sich das Nächtigungsaufkommen um 4,8 Prozent, ebenso in privaten Ferienwohnungen/-häuser (plus 4,6 Prozent).
Im Juni 2001 wurden 8,5 Mill. Übernachtungen gemeldet, um 4,9 Prozent weniger als zum Vergleichswert des Vorjahres. Die Nächtigungsabnahme, die laut Statistik Austria auch auf eine Feiertagsverschiebung zurückzuführen sein dürfte (Christi Himmelfahrt war 2000 im Juni, 2001 hingegen im Mai), verursachten sowohl aus- wie auch inländische Gäste (minus 4,6 Prozent bzw. minus 5,4 Prozent). Lediglich Wien verbuchte einen Zuwachs von Gästenächtigungen um 1,2 Prozent, während alle anderen Bundesländer Nächtigungseinbußen hinnehmen mussten. Auch in Hotelbetrieben der 5-/4-Stern-Kategorie sank die Nächtigungszahl um 1,8 Prozent, ebenso wie in privaten Unterkunftsarten: Privatquartiere minus 11,7 Prozent, private Ferienwohnungen/-häuser minus 3,6 Prozent.
Die höchsten Einbußen musste im Juni das nächtigungsstärkste Bundesland Tirol mit minus 7,5 Prozent hinnehmen. In Kärnten, dem zweitwichtigsten Bundesland, wurden um 5,9 Prozent weniger Übernachtungen gemeldet, in Salzburg waren es minus 4,3 Prozent.
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