Montag, 23. Juli 2001

Reifen vom Typ Wilderness AT "keinesfalls fehlerhaft"

Der japanische Bridgestone-Konzern will eine erneute Rückrufaktion seiner Reifen in den USA mit einer Klage verhindern. Sollte die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erneut Reifen des Konzerns zurückrufen, werde das Unternehmen diese Frage vor Gericht klären lassen, sagte Bridgestone-Chef Shigeo Watanabe in Tokio. Die Reifen der US-Tochter Firestone vom Typ Wilderness AT seien keinesfalls fehlerhaft.

Firestone hatte im vergangen Jahr 6,5 Mill. Reifen wegen einer tödlichen Unfallserie mit dem Ford-Geländewagen Explorer zurückrufen müssen. Nach Presseberichten wird die NHTSA in Kürze entscheiden, ob die bisherige Rückrufaktion von Firestone ausreichend war.

Bei insgesamt 6.000 Unfällen zählte die US-Verkehrssicherheitsbehörde bis Juni 203 Tote, die durch geplatzte Firestone-Reifen ums Leben gekommen sein könnten. Ford und Firestone machen sich seit Monaten gegenseitig für die tödliche Unfallserie verantwortlich. Firestone behauptet, die Ursache für die Unfälle liege nicht bei den Reifen, sondern sei in einem Konstruktionsfehler des Explorer begründet. Ford hatte Ende Mai insgesamt 13 Mill. Firestone-Reifen an seinen Fahrzeugen wegen möglicher Sicherheitsrisiken ausgetauscht. Dies wurde von Firestone als vollkommen überzogen kritisiert.

23.7.2001 11:20