S & T Betriebsergebnis: Minus um 76 %
Bei der Wiener Computerfirma S&T, die an der Easdaq und an der Wiener Ostbörse Newex notiert, ist das operative Ergebnis EBIT (vor Zinsen und Steuern) im ersten Halbjahr 2001 mit 224.000 Euro (rund 3,1 Mill. S) um 76 Prozent schwächer ausgefallen als im ersten Halbjahr 2000 (935.000 Euro). Der Halbjahresumsatz war mit 66,61 Mill. Euro um 29 Prozent höher als im Jahr zuvor.
Verantwortlich für die Ergebnisverschlechterung waren die von 397.000 Euro auf 958.000 Euro gestiegenen Abschreibungen auf den Geschäftswert, im wesentlichen (305.000 Euro) bei den Akquisitionen von NEOS und InNET im 2. Geschäftsquartal.
Die Erwartungen für das EBIT im Gesamtjahr 2001 stuft S&T bei der heutigen Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse auf 5,5 Mill. Euro zurück, im März waren noch 7,5 Mill. Euro EBIT erwartet worden. Das EBITDA. also vor Abschreibungen, ist zum Halbjahr nur um 4 Prozent auf 2,179 Mill. Euro zurückgegangen und soll im Gesamtjahr laut Vorstandsvorsitzendem Karl Tantscher um rund 4 Mill. Euro über dem EBIT liegen.
Als Gründe für die nach den Halbjahrergebnissen optimistisch anmutende Schätzung für das Gesamtjahr nannte Tantscher der APA einerseits drei Großprojekte, die teils schon im 2. Quartal unter Dach und Fach sein sollten, sich aber "zäher entwickeln als vorgesehen und heuer auf jeden Fall noch kommen". Weiters schiebe S&T eine größere Akquisition vor sich her, die möglicherweise noch zum 1. Juli, also für das 2. Halbjahr 2001, konsolidiert werden könne. Diese betreffe den Hauptmarkt für Informationstechnik in Zentral- und Osteuropa, der sich zu 80 Prozent auf die Länder Russland, Polen, Ungarn und Tschechien konzentriere. Weiters werde S&T die Synergien aus den bisherigen Akquisitionen schöpfen, indem doppelt besetzte Stellen reduziert werden. Dieser Synergieeffekt trete erfahrungsgemäß erst 3 bis 6 Monate nach einer Akquisition ein.
Im 2. Quartal 2001 hat S&T den Umsatz um 17 Prozent auf 33,63 Mill. Euro gesteigert, das Quartals-EBIT fiel mit 817.000 Euro negativ aus - im 2. Quartal 2000 war es mit 622.000 Euro positiv. Das EBITDA sank im 2. Quartal um 90 Prozent auf 144.000 Euro nach 1,426 Mill. Euro im Jahr 2000. alle Quartals- und Halbjahreszahlen sind ungeprüft und nach IAS-Richtlinien erstellt. Wesentlich für die Ergebnisverschlechterung war die Rückstellung für Forderungen gegenüber der Bank Ukraine in Höhe von 3,221 Mill. Euro, die in fast derselben Höhe bereits in der Ergebnisrechnung des 2. Quartals 2000 enthalten war.
S&T betreibt in Österreich kein operatives Geschäft, sondern ausschließlich in 14 Ländern Zentral- und Osteuropas, wo jeweils 100-prozentige Töchter bestehen.
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