Donnerstag, 26. Juli 2001

"Ein Sieg ist etwas wenig"

Mit Franz Birkfellner ist gleich am ersten Tag der Judo-Weltmeisterschaften in München der routinierteste Österreicher vorzeitig gescheitert. Der 24-jährige Tiroler vom JZ Innsbruck gewann in der Klasse bis 100 kg nach einem Freilos seinen ersten Kampf gegen den Finnen Timo Peltola. Gegen Juri Stepkine (RUS) verlor Birkfellner allerdings nach bereits einer Minute durch Ippon.

Der Russe unterlag dann seinerseits dem in Österreich für JC Straßwalchen kämpfenden Olympiasieger von 1992, Antal Kovacs (HUN), was das endgültige Aus für Birkfellner bedeutete.

"An sich muss ich zufrieden sein, denn in meinem Pool habe ich das Plansoll erfüllt", sagte Birkfellner. "Natürlich ist ein Sieg etwas wenig, aber um Stepkine zu schlagen hätte ich einen Wahnsinns-Tag haben müssen."

Kein Open-Start
Birkfellner wird nicht im Open-Bewerb der WM antreten. Herren-Teamtrainer Ben Spijkers entschied, dass das Risiko zu groß wäre. "Die Gegner sind rund 30 Kilogramm schwerer. Franz ist zwar körperlich sehr stark, aber ich vermisse bei ihm derzeit die Einheit von Körper und Geist."

Zur Universiade in Peking
Birkfellner wird nach der WM eine dreiwöchige Pause einlegen, dann bei der Universiade in Peking starten und erst im September mit dem Aufbau für die nächste Saison beginnen. "Seit September 1999 habe nur vier Wochen Pause gemacht. Vielleicht bin ich deshalb nicht ganz in Topform."

Am Freitag sind in München mit Claudia Heill, Mariela Spacek sowie Andre Lutz zwei ÖJV-Damen und ein Herr im Einsatz.

26.7.2001 16:13