Mittwoch, 25. Juli 2001

Sailer und Moser-Pröll als Repräsentanten

Bei Österreichs Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2010 wird es keinen internen Konkurrenzkampf geben. Die zwei Anwärter Salzburg und Kitzbühel setzen nunmehr auf Wunsch von ÖOC-Präsident Leo Wallner auf eine gemeinsame Kandidatur.

Bei der außerordentlichen ÖOC-Vorstandssitzung am Dienstagabend in Wien wurde festgelegt, dass Salzburg als Host City auftreten und Kitzbühel die alpinen Herrenbewerbe ausrichten soll.

"Wir haben eine Lösung gefunden, mit der beide Anwärter leben können", berichtete dazu ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth, als er am Mittwoch in Kitzbühel im Rahmen der Generali open über die vom ÖOC-Vorstand akzeptierten Vorschlag berichtete. Fixiert wurde auch bereits, dass die Skilegenden Toni Sailer bzw. Annemarie Moser-Pröll als internationale Repräsentanten in den Werbefeldzug integriert werden.

Vergabe ist 2003
"Das war ein wichtiger erster Schritt, im Herbst beginnt nun die Finalarbeit", merkte Jungwirth dazu an. Für Mitte September ist das erste Meeting des ÖOC mit den OK-Vertretern geplant. Dabei sollen die noch offenen Punkte (exakte Verteilung aller Bewerbe, Standorte der nötigen Hallenbauten etc.) geklärt werden und auch die Marschroute im Hinblick auf die Vergabe im Jahr 2003 festgelegt werden. Derzeit sind laut Jungwirth auch noch von der Schweiz (Zürich oder Bern), Südkorea und Vancouver Bewerbungen geplant.

Damen in Salzburg, Herren in Kitz
Die alpinen Damenbewerbe sollen ebenso wie die meisten nordischen (mit Skispringen in Bischofshofen) in Salzburg stattfinden. Auch Eishockey (bei Rif ist der Bau eines Stadions geplant) soll im Bundesland Salzburg über die Bühne gehen. Für Biathlon ist Hochfilzen vorgesehen, für Rodeln und Bob Königssee, wobei allerdings von deutscher Seite noch die definitive Zusage aussteht. Sollten sich hier Probleme ergeben, gäbe es noch die Alternative Igls. Bleibt es Königssee - und Jungwirth geht davon aus - wäre die zweifache Olympiastadt Innsbruck nicht in die Bewerbung für 2010 integriert.

Gute Chance
Auch wenn es noch etliche Punkte zu klären gilt, gibt Jungwirth dieser österreichischen Lösung eine "gute Chance." Jetzt müsse aber möglicht bald ein fertiges Konzept erarbeitet werden, das dann schon bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City präsentiert werden soll.

25.7.2001 12:12