Schüsse und Verletzte

In der nordirischen Hauptstadt Belfast ist es am Sonntag erneut zu Zusammenstößen zwischen Katholiken und Protestanten gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden im Norden der Stadt drei Beamte bei Auseinandersetzungen verletzt.
Einer von ihnen sei mit einem Pflasterschein bewusstlos geschlagen worden, teilte die Polizei mit. Ein Zivilist wurde mit Stichverletzungen ins Krankenhaus gebracht.
Auch in der Nacht zum Sonntag war es schon zu Zwischenfällen gekommen. In einem katholischen Wohngebiet wurden am späten Samstagabend etwa zehn Schüsse abgegegeben. In einer protestantischen Gegend habe die Polizei zurückgeschossen, nachdem sie aus einer automatischen Waffe unter Feuer genommen worden war, wurde mitgeteilt. Jugendliche setzten einen Bus in Brand.
Die Polizei hatte zuvor bei Razzien in protestantischen und katholischen Wohngebieten in Nord-Belfast 30 Brandbomben und fast 200 Flaschen beschlagnahmt. Zudem seien großen Mengen von möglichen Wurfgeschoßen, Steine, Knüppel und Eisenstangen sichergestellt worden.
Gerry Kelly von der katholischen Partei Sinn Fein machte am Sonntag paramilitärische Gruppen der Protestanten für die Unruhen verantwortlich. Dagegen sagte Protestantenführer David Trimble, Ursache für den Ausbruch "aufgestauter Spannungen" sei die Weigerung der katholischen Separatistenbewegung IRA, ihre Waffen auszuhändigen.
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