„...ein paar Milliarden mehr Schulden...“

Der Todestag eines großen Staatsmannes jährt sich heute zum elften Mal. Bruno Kreisky, der "Sonnenkönig", der "Medienzampano" und "Journalistenkanzler“, war der erste sozialdemokratische Regierungschef der Zweiten Republik. Seine Funktionszeit als Bundeskanzler dauerte 13 Jahre.
Viele Zitate sind aus der Kreisky-Zeit bekannt, am prominentesten wohl jenes, mit dem er die wachsende Staatsverschuldung rechtfertigte: "Oberster Grundsatz der Regierungspolitik muss noch immer sein, dass ein paar Milliarden mehr Schulden weniger schlimm sind als ein paar hunderttausend Arbeitslose." Heute sprechen Kritiker davon, dass der Wohlstand in und nach der Zeit Kreiskys nur geborgt war. Die von Kreisky hochgehaltene verstaatlichte Industrie verschlang horrende Beträge.
Die Jahre der Regierung Kreisky werden zu Recht als "Ära" bezeichnet. Bei den Wahlen 1971, 1975 und 1979 erzielte Kreisky jeweils die absolute Mehrheit. Nach deren Verlust zog sich Kreisky 1983 aus seinen politischen Funktionen zurück.
Bruno Kreisky, der „Alte“, wie ihn seine Parteikollegen liebevoll nannten, starb am 29. Juli 1990 an Herzversagen.
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