Donnerstag, 26. Juli 2001

Raketenabwehr auch gegen Widerstand Russlands

Die amerikanische Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice spricht von einer "neuen Ära der Zusammenarbeit". Dennoch wollen die USA ihre geplante Raketenabwehr auch gegen den Widerstand Moskaus weiterentwickeln. Russland will einen Erhalt des ABM-Vertrags, spricht aber keine Drohungen aus.

Die beiden Länder wollen ihre Verhandlungen über neue Sicherheitsstrukturen so schnell wie möglich voranbringen. Das verlautbarten am Donnerstag die Sicherheitsberaterin des US-Präsidenten Rice und ihr russischer Kollege Wladimir Ruschailo. Während die USA ein neues Sicherheitskonzept fordern, verlangt Russland ein Festhalten am ABM-Abkommen. Dieses stammt aus dem Jahr 1972 und beinhaltet Vereinbarungen über nationale Raketenabwehrsysteme.

Gespräche ab August
Anfang August sollen erste Gespräche auf Expertenebene stattfinden. Die Ergebnisse werden von US-Präsident Bush und dem russischen Staatschef Putin im Oktober in Shanghai und im November in den USA besprochen.

Russland strebt bis 2008 einen Abbau der Nuklearwaffen auf jeweils 1.500 Gefechtsköpfe an. Allerdings hatte Putin bereits am Wochenende erklärt, dass sein Land ein Ausscheren der USA aus diesem Abkommen eventuell hinnehmen würde.

26.7.2001 16:52