Bombe explodiert in Jerusalem

Bei den schwersten Zusammenstößen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei seit Monaten sind am Sonntag auf dem Tempelberg in der Altstadt Jerusalems mindestens 40 Menschen verletzt worden. 25 Palästinenser und 15 Polizisten wurden verletzt. Die Israelis nahmen 20 Araber fest. Einige Stunden später ist in Jerusalem eine Bombe explodiert.
Nach israelischen Angaben ging die Polizei unter anderem mit Blendgranaten vor, nach palästinensischer Darstellung wurden aber auch Gummigeschoße und Tränengas eingesetzt. Die Polizei habe auch die Al Aksa-Moschee betreten, das dritthöchste Heiligtum des Islam. Auch in der Moschee seien Schüsse gefallen, hieß es von palästinensischer Seite.
Die gewalttätigen Auseinandersetzungen folgten einer umstrittenen symbolischen Grundsteinlegung für einen neuen jüdischen Tempel, die von Politikern in vielen arabischen Ländern verurteilt wurde. Mitglieder der rechtsradikalen Gruppe "Getreue des Tempelbergs" luden am Rande der Jerusalemer Altstadt einen 4,5 Tonnen schweren Stein ab, den sie dann wieder abtransportierten.
Rund 3.500 Palästinenser demonstrierten daraufhin auf dem Tempelberg. Als sie mit Steinen auf betende Juden vor der Klagemauer warfen, drangen mehrere hundert Polizisten auf das Gelände vor.
Der Tempelberg wird von den Juden als wichtigstes Heiligtum verehrt, weil unter ihm die Reste des im Jahre 70 zerstörten zweiten Tempels liegen sollen. Die Moslems verehren das kleine Plateau, weil dort mit der Al Aksa-Moschee und dem Felsendom zwei der bedeutendsten Moscheen des Islam stehen.
Bombe explodiert in Jerusalem
In Jerusalems ist am Sonntag eine Bombe explodiert. Der Sprengsatz detonierte laut öffentlichem Rundfunk in einer jüdischen Siedlung, es gab aber zunächst keine Hinweise auf Tote oder Verletzte.
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