Demokraten: Klonverfahren zu Heilzwecken zulassen

Der Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses hat am Dienstag einem Gesetzentwurf zugestimmt, der das Klonen von Menschen verbieten würde. Die 18 republikanischen Abgeordneten in dem Ausschuss stimmten für und die elf demokratischen Abgeordneten gegen die Vorlage.
Diese verbietet das Klonen zum Zweck der Fortpflanzung und auch zu Forschungszwecken wie der Gewinnung von embryonalen Stammzellen. Bei einem Verstoß sollen Geldstrafen und bis zu zehn Jahren Haft verhängt werden können. Der Entwurf befasst sich nur mit dem Klonen von Menschen.
Die Demokraten wollen im Gegensatz zu den Republikanern Klonverfahren zulassen, die der Entwicklung von neuen Heilmethoden dienen könnten. Der US-Kongress solle nicht die medizinische Forschung einschränken "wegen der fundamentalistischen Sichtweise, dass ein Embryo, einige wenige Zellen, das gleiche ist wie ein Mensch und wir deswegen einen lebenden Menschen wegen unterlassener medizinischer Behandlung sterben lassen", sagte der Demokrat Jerrold Nadler aus New York. Dagegen sagte der Republikaner Henry Hyde aus Illinois, ein Embryo sei menschliches Leben. "Egal was man erforscht, wenn man menschliches Leben zu diesem Zweck vernichtet, ist es meiner Meinung nach ein unwürdiger Tausch."
Abgeordneten zufolge gibt es im US-Kongress eine bereite Mehrheit gegen das Klonen zum Zweck der Fortpflanzung. "Das Klonen von Menschen bringt das große Risiko mit sich, dass ungesunde und fehlgebildete Kinder entstehen", sagte der republikanische Abgeordnete Lamar Smith aus Texas. Die US- Gesundheitsbehörde FDA hat erklärt, dass sie Experimente zum Klonen von Menschen als Form der Fortpflanzung nicht zulassen werde. Abgeordnete fordern jedoch ein gesetzlich verankertes Verbot.
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