Dienstag, 24. Juli 2001

Hohes Gesundheitsbewusstsein im Ländle

Das Gesundheitsbewusstsein in Vorarlberg ist hoch, die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen im Bundesvergleich am höchsten. Die Lebenserwartung liegt sowohl bei Frauen (81 Jahre) als auch bei Männern (76,5) über dem österreichischen Durchschnitt.

Das sind Ergebnisse aus dem von Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) und Gesundheits-Landesrat Hans-Peter Bischof (V) präsentierten "Gesundheitsbericht Vorarlberg".

In dem Bericht hat der Arzt Dr. Günter Diem vom dafür zuständigen Arbeitskreis für Vorsorge- und Sozialmedizin (aks) die Ergebnisse der 1999 durchgeführten dritten WHO-Gesundheitsstudie zusammengefasst. Demnach haben Vorarlberger ein hohes Gesundheitsbewusstsein, lassen sich regelmäßig untersuchen und wollen "gesund alt werden". Der Gesundheitsbericht zeigt aber auch auf, dass jeder zweite Vorarlberger Übergewicht hat. Handlungsbedarf orten Autor Diem und LR Bischof auch bei den Themen Rauchen und Bluthochdruck.

Als besonders gravierendes Problem sieht Diem in dem Umstand, dass viele junge Menschen mit dem Rauchen anfangen. Diese alarmierende Tendenz sei vor allem auch bei jungen Frauen zu beobachten, vergleichbare Trends gebe es leider in ganz Europa. Massive und auf die Jugend gerichtete Werbung der Tabakindustrie macht Diem für diese Entwicklung verantwortlich. Vorarlberg will die nächste Anti-Raucher-Kampagne unterstützen, betonte LR Bischof.

Der Landesrat erinnerte daran, dass Vorarlberg als einziges Bundesland seit 1985 einen Vertrag mit der Weltgesundheitsorganisation WHO hat und sich damit am Programm CINDI (Countriwide Integrated Noncommunicable Diseases Intervention Programm) beteiligt. Mit dem Interventionsprogramm sollen Zivilisationserkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Diabetes oder psychische Erkrankungen reduziert werden. Ein neuer Vertrag soll in Kürze unterzeichnet werden, was LR Bischof als "Beweis für die hohe Qualität unseres Gesundheitswesens" wertet.

24.7.2001 19:49