Putschversuch kurz vor Ostafrika-Gipfel in Arusha

In dem ostafrikanischen Bürgerkriegsland Burundi ist ein Putschversuch gegen die Regierung des Präsidenten Pierre Buyoya nach offiziellen Angaben in der Nacht auf Montag gescheitert. Der Aufstand sei niedergeschlagen worden, gab das Verteidigungsministerium in Bujumbura über den Rundfunk bekannt.
Am Montag soll in Arusha (Tansania) ein Ostafrika-Regionalgipfel zum Burundi-Konflikt stattfinden.
Erst im April hatten aufständische Militärs versucht, Buyoya (Bild) zu stürzen. Auf der letzten Gipfelkonferenz der Organisation der Afrikanischen Einheit (OAU) in Lusaka (Sambia) Anfang des Monats hatten sich Vertreter von insgesamt 19 Burundi-Parteien auf eine Übergangsregierung geeinigt. Vertreter der Hutu-Mehrheit (83 Prozent der Bevölkerung) und der herrschenden Tutsi-Minderheit (16 Prozent) sollen sich die Macht teilen.
In dem Bürgerkrieg wurden bisher mehr als 200.000 Menschen getötet. Buyoya hatte sich selbst zwei Mal an die Macht geputscht. Im September 1987 stürzte er Jean-Baptiste Bagaza. Nach einer Wahlniederlage gegen den ersten Hutu-Präsidenten des Landes, Melchior Ndadaye, 1993 putschte er 1996 erneut.
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