Freitag, 27. Juli 2001

Weitere Felder folgen demnächst

Die ersten Genmais-Rodungen in der Steiermark haben am Donnerstag begonnen. Acht Hektar wurden laut Auskunft der Landwirtschaftskammer in Mitterfladnitz bei Studenzen eingeackert. Damit ist die Steiermark das erste Bundesland, in dem die Anordnungen betreffend Vernichtung von kontaminiertem Saatgut umgesetzt werden.

Die Landwirtschaftskammer hat zwei Hotlines eingerichtet, unter denen Bauern sich so schnell wie möglich melden sollen, wenn sie Saatgut vom Typ "Mona Lisa" oder "D81" der Firma Pioneer verwendet haben. Die Leitungen laufen heiß, denn die Zeit drängt. Der Kukuruz muss vernichtet werden, bevor er blüht, sonst besteht Gefahr, dass gentechnisch veränderter Mais sich auf andere Felder überträgt.

Genmais: Häckseln und unter die Erden mischen
Die Genmais-Felder müssen erst gehäckselt und dann eingeackert werden, das heißt unter die Erde gemischt. Durch die Vernichtung der Felder entsteht bei den Bauern ein Schaden von rund 28.000 bis 30.000 Schilling pro Hektar, so Herbert Wilhelm von der steirischen Landwirtschaftskammer. Die Bauern bekommen 23.000 Schilling Entschädigung vom Staat, mit denen das "notwendigste abgedeckt werden kann", meint Herbert Wilhelm. Von der Saatgutfirma gibt es bis jetzt noch keine Zusagen für Entschädigungen.

Weitere Felder folgen in den nächsten Tagen
Bei den acht vernichteten Hektar bei Studenzen wird es voraussichtlich nicht bleiben. Aus der Auslastung der Hotlines lässt sich schließen, dass noch große Mengen in der Steiermark in den nächsten Tagen vernichtet werden müssen. "Es geht heiß her", schildert Herbert Wilhelm die Lage.

27.7.2001 09:59