FORMAT: Im Namen der Mutter

Am Wiener Flughafen sticht Besuchern seit kurzem ein riesiges rosa „T“ ins Auge. Das Firmenzeichen der Deutschen Telekom übertrumpft alle anderen Unternehmen, die am Airport um Aufmerksamkeit buhlen. Europas größte Telefongesellschaft geht daran, ihr „T“ zu einer Weltmarke zu pushen.
Das gilt auch und besonders für den Mobilfunk. T-mobile wird schrittweise zur globalen Brand für alle Handybetreiber im Besitz der Deutschen entwickelt. Gut möglich, daß auch die Österreichtochter nicht mehr allzu lange max.mobil heißt. Denn um mit Vodafone, der Nummer eins unter den Handybetreibern, mithalten zu können, braucht die Deutsche Telekom (DT) einen globalen Auftritt.
Siegeszug des "T"
max-intern wird schon an der Umsetzung der neuen Konzernrichtlinien getüftelt. Geschäftsführer Georg Pölzl bestätigt: „Wir diskutieren, wie wir den Namen T-mobile hier einführen können.“ Im ersten Schritt wird max.mobil nur eine Unterzeile hinzugefügt. World class, das neue Produkt für max- Kunden, die häufig ins Ausland reisen, wird bereits im Zeichen des „T“ vermarktet.
Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, daß max.mobil – eine der stärksten und wertvollsten Marken Österreichs – mittelfristig auch ganz verschwinden könnte. Pölzl: „Über Nacht wird sich nichts ändern. Und wir überlegen auch bei jeder Maßnahme, ob sie den Kunden was bringt.“ Die Austromanager haben immerhin einiges mitzureden.
Pölzls Ko-Geschäftsführer Friedrich Radinger wurde von Deutsche- Telekom-Chef Ron Sommer mit dem weltweiten Aufbau der Konzernmarke T-mobile betraut. Er ist damit für den Siegeszug des „T“ verantwortlich – auch wenn er sein Mäxchen vielleicht umtaufen muß, das 2001 erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen soll.
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