Unverzichtbare Urlaubsbegleiter im Test

Kartenspiele: Kreditkarten sind ebenso praktische wie vielseitige Urlaubsbegleiter. Sie erleichtern nicht nur das Bezahlen in fremden Ländern, sondern bieten auch vielfältige Versicherungsleistungen.
Beim Shopping erweisen sie sich als ausgesprochen strapazierfähig und ausdauernd, in feinen Restaurants werden sie gerne gesehen, in allen guten Hotels sind sie bekannt, und auch an der Strandbar kann man sich mit ihnen zeigen. Und wenn auf Reisen einmal ein Malheur passiert, sichern sie im Fall des Falles vom Heimtransport bis zur Krankenhausrechnung das persönliche Wohlbefinden. Kurzum: Idealere Reisebegleiter als Kreditkarten kann man sich kaum wünschen. Rund 21 Millionen Shops, Hotels, Restaurants und andere Dienstleister rund um den Erdball akzeptieren das praktische Plastikgeld.
Von den vier in Österreich vertretenen Kartenanbietern kann Visa auf die weltweit meisten Vertragspartner verweisen, knapp gefolgt von Mastercard. Bei der Zahl der Kartenbesitzer verhält es sich umgekehrt: 910.000 Österreicher zücken bei Bedarf ihre Mastercard, Visa findet sich in 850.000 heimischen Brieftaschen.
Vielflieger im Vorteil. Die beiden im angloamerikanischen Raum stark vertretenen Marken Diners Club und American Express versuchen hierzulande ihre Marktposition bei speziellen – als sehr kaufkräftig eingeschätzten – Zielgruppen zu stärken. Vielfliegern offeriert Diners gemeinsam mit AUA und Lufthansa die Air Plus Diners Club Karte, die zu den üblichen Versicherungspaketen besondere Zuckerln wie Business-call-checkin in Wien, zehn Prozent Nachlaß bei Bordeinkäufen sowie zusätzliches Freigepäck bei den Linien der AUA-Gruppe und die Teilnahme am Lufthansa-Programm Miles & More bietet. 100 Schilling Kartenumsatz sind dabei fünf Meilen wert. Der Zugang zu den weltweit 80 Diners Airport Lounges steht natürlich wie mit allen anderen Diners-Karten offen.
Versicherung mit Haken. Grundsätzlich werden die auf den ersten Blick sehr umfangreichen Versicherungspakete der Kreditkartenanbieter im Detail meist nur unter bestimmten Voraussetzungen voll wirksam. Zwar muß die Reise nur bei Amex mit der Karte bezahlt werden, damit der Versicherungsschutz überhaupt wirksam wird, das Ausmaß der Deckung hängt aber auch bei Diners, Visa und Mastercard davon ab. Diners punktet dabei mit den höchsten Versicherungssummen und dem Umstand, daß das Grundpaket schon mit dem Besitz der Karte verbunden ist. Bei Visa und Mastercard ist dagegen die Verwendung der Karte innerhalb von zwei beziehungsweise drei Monaten vor Schadenseintritt erforderlich.
Nobody is perfect. Wer Bargeld benötigt, der ist gut beraten, die Kreditkarte nur im Notfall beim Bankomat einzusetzen, denn bei den üblichen Maestrofähigen Bankomatkarten fallen deutlich geringere Spesen an. Beim Shoppen im Ausland sollten Urlauber ohnehin die Kreditkarten glühen lassen, statt mit Scheinen und Münzen zu hantieren. Trotz der Gebühren ist das dennoch die spesengünstigste Form, jenseits der Landesgrenzen einzukaufen.
Alle Testergebnisse lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von FORMAT.
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