Verzögerungen beim Start von GPRS und UMTS

Nach Einschätzung von Vodafone-Chef Chris Gent verzögert sich der Start der neuen Mobilfunknetze. Sowohl GPRS als auch UMTS könnten womöglich erst 2002 bzw. 2003 on air gehen.
Die Auslieferung von Geräten für das GPRS-Netz (General Packet Radio Service), der Vorstufe zum UMTS-Netz, dürfte erst im September starten und damit rund drei Monate später als erwartet, sagte Gent dem "Wall Street Journal" (Freitagausgabe). Weitere Verspätungen in der Produktion könnten dazu führen, dass der Betrieb erst 2002 starten werde.
Auch beim Mobilfunknetz der dritten Generation, UMTS (Universal Mobile Telecommunication System), könne es zu Schwierigkeiten kommen, sagte Gent. Möglicherweise starte das UMTS-Netz erst im Jahr 2003 statt in der zweiten Jahreshälfte 2002. Ein Hinweis darauf sei der verlangsamte Aufbau von so genannten Basisstationen. Bisher wollte Vodafone bis zum Jahreswechsel 2002/2003 in Großbritannien 1.200 dieser Stationen aufbauen; jetzt sollen es den Angaben zufolge nur noch 750 sein.
Vodafone und andere Mobilfunk-Anbieter setzen dem Bericht zufolge auf neue Dienste wie etwa den ständig verfügbaren Internet-Zugang sowie Audio- und Video-Clips, um das schleppende Wachstum zu beschleunigen. Kurzfristig werde Vodafone GPRS-Geräte in Europa einführen, die solche Dienste ermöglichten.
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