Übertragung der NÖSIWAG an EVN finalisiert

Die EVN AG hat die von der Hauptversammlung am 12. Jänner beschlossene Erhöhung des Grundkapitals abgeschlossen. Bis Ende der Bezugsfrist am 16. Juli wurden insgesamt 3,381.455 Aktien zu je 33 Euro gezeichnet.
davon wurden 1,761.765 Aktien gegen Sacheinlage an das Land Niederösterreich (für den Erwerb des niederösterreichischen Wasserversorgers NÖSIWAG) sowie 1,619.690 Stück gegen Bareinlage ausgegeben, gibt EVN am Freitag bekannt. Das neue Grundkapital der EVN beträgt somit 91.072.392,62 Euro und ist in 37.581.455 Stückaktien zerlegt.
Laut Generaldirektor Rudolf Gruber betrug das Transaktionsvolumen der Kapitalerhöhung rund 112 Mill. Euro (1,535 Mrd. S). Die vollständige Ausübung der Bezugsrechte sei vor dem Hintergrund des aktuellen Börseumfeldes als großer Erfolg zu sehen und bestätige das nachhaltige Interesse an der EVN-Aktie. Durch die im Zuge der Kapitalerhöhung zugeflossene Liquidität werde der Eintritt der EVN in das Wassergeschäft ermöglicht und die Voraussetzung für die weitere Unternehmensentwicklung bzw. Akquisitionen geschaffen.
Im Dezember 2000 hatte das Land Niederösterreich, das mit rund 51 Prozent Mehrheitseigentümer der EVN ist, den Verkauf seiner 100-Prozent-Tochter NÖSIWAG an die EVN fixiert. Der Privatisierungserlös für das Land wurde mit 1,2 Mrd. S angesetzt. Die Mehrheit davon sollte im Rahmen der nun abgeschlossenen Kapitalerhöhung der EVN als Sacheinlage eingebracht und der Rest gegen Bargeld verkauft werden.
Die NÖSIWAG ist der zweitgrößte Wasserversorger Österreichs (nach den Wiener Stadtwerken) und heißt ab nun "evn wasser". Mit "evn wasser" wird die EVN ihre Angebotspalette als Multi-Service Utility um den Bereich Trinkwasserversorgung ausbauen. In der Folge werde der Einstieg in das regionale Abwassergeschäft von größter Bedeutung für die Weiterentwicklung von "evn wasser" sein.
Daneben soll das bestehende Know-how auch für Einzelprojekte in angrenzenden Märkten genutzt werden. So hat "evn wasser" jetzt den Zuschlag für die Konzession für die Trinkwasser- und Abwasserentsorgung von sechs Gemeinden südwestlich von Budapest (rund um Dunaversany), einem Gebiet mit starkem Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum, erhalten. In der Nutzung des Wasser-Know-how sieht man bei EVN jedenfalls bessere Chancen als in der "Seifenblase", dass Österreich sein Trinkwasser in größerem Maßstab im Ausland verkaufen könnte.
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