2000 noch Verluste von "nur" 745 Millionen Dollar

Der kanadische Telekomausrüster Nortel Networks Corporation hat im zweiten Quartal 2001 auf Grund des dramatischen Einbruchs des Telekommarktes und wegen beispielloser Sonderbelastungen einen monumentalen Verlust von 19,4 Milliarden US-Dollar (22,2 Mrd. Euro/306 Mrd. S) verbucht.
Das Unternehmen hatte in der Vorjahresvergleichszeit rote Zahlen von 745 Millionen Dollar ausgewiesen. Dies hat Nortel am Donnerstag nach New Yorker Börsenschluss bekannt gegeben. Es war einer der höchsten Verluste, den je ein nordamerikanisches Unternehmen verbucht hat. Die kanadische Gesellschaft hatte bereits vor einiger Zeit auf die zu erwartenden enormen Sonderbelastungen und den erwarteten gigantischen Verlust hingewiesen.
Die Nortel-Sonderbelastungen entfielen zu 12,3 Milliarden Dollar auf Wertberichtigungen auf stark gefallene Investments. Die Kosten einer Massenentlassungsaktion (833 Millionen Dollar) und einer Spartenschließung (2,8 Milliarden Dollar) belasteten das Quartalsergebnis ebenfalls. Klammert man Sonderbelastungen aus, dann fiel ein operativer Verlust von 1,55 Milliarden Dollar an, gegenüber einem Gewinn von 637 Millionen Dollar im zweiten Quartal 2000. Der Quartalsumsatz sackte drastisch auf 4,6 (Vorjahresvergleichszeit: 7,2) Milliarden Dollar ab.
Die Gesellschaft hatte vor einigen Monaten die Entlassung von 30.000 Mitarbeitern angekündigt. 23.000 Mitarbeiter sind inzwischen nach Hause geschickt worden. Die restlichen 7.000 sollen in den kommenden acht Wochen folgen. Der Nortel-Umsatz schrumpfte im ersten Halbjahr 2001 auf 10,3 (13,0) Milliarden Dollar. Der Halbjahresverlust betrug 22 (1,5) Milliarden Dollar.
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