Donnerstag, 19. Juli 2001

Viel besser abgeschnitten als viele andere Technikkonzerne

Der weltgrößte Computerkonzern IBM hat im zweiten Quartal 2001 dank seines starken Dienstleistungsgeschäfts den Gewinn um fünf Prozent auf zwei Mrd. Dollar gesteigert. Dies teilte IBM nach Börsenschluss mit. IBM hat damit viel besser abgeschnitten als viele andere Technologiekonzerne.

Der Branchenführer konnte sich jedoch nicht vollständig von der schwachen Wirtschaftsentwicklung, dem Schwächeanfall der Informationstechnologie-Branche und dem hohen Dollar abschotten. Deshalb stagnierte der Umsatz im zweiten Quartal mit 21,6 Mrd. Dollar (24,8 Mrd. Euro/341 Mrd. S).

Der Quartalsgewinn pro Aktie erreichte mit 1,15 (Vorjahresvergleichszeit: 1,06) Dollar die Erwartungen der Wall Street-Analysten. Der Umsatz blieb jedoch um knapp eine Milliarde Dollar hinter den Wall-Street-Schätzungen zurück.

IBM steigerte den Dienstleistungsumsatz im zweiten Quartal gegenüber dem April-Juni-Abschnitt 2000 um 6,8 Prozent auf 8,74 Mrd. Dollar. Im Hardware-Bereich gab es einen Rückschlag um 5,5 Prozent auf 8,65 Mrd. Dollar und bei Software einen Umsatzrückgang von 4,6 Prozent auf 3,04 Mrd. Dollar. Damit hat die rasch expandierende Dienstleistungssparte erstmals die Hardware-Sparte als größten IBM-Geschäftsbereich überholt.

Der IBM-Quartalsumsatz in Nord- und Südamerika fiel um ein Prozent auf 9,6 Mrd. Dollar. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika gab es einen Umsatzrückgang um ein Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar, doch wäre bei gleichbleibenden Wechselkursen ein Umsatzwachstum von sieben Prozent verbucht worden. Im asiatisch-pazifischen Raum setzte IBM zwei Prozent weniger um und im Geschäft mit den Computerherstellern und Produzenten elf Prozent mehr als im zweiten Quartal 2000. Das Unternehmen gab in der Berichtszeit 1,2 Mrd. Dollar für Aktienrückkäufe aus.

Der IBM-Umsatz ist im ersten Halbjahr 2001 um vier Prozent auf 42,6 Mrd. Dollar gestiegen und der Gewinn auf 3,8 (Vorjahresvergleichszeit: 3,5) Mrd. Dollar.

IBM-Chef Louis V. Gerstner verwies darauf, dass das IBM-Dienstleistungsgeschäft erneut ein explosives Wachstum verbucht habe. Die Sparte konnte 16 Mrd. Dollar an neuen Geschäftsabschlüssen tätigen.

19.7.2001 16:33