Mittwoch, 18. Juli 2001

17,8 Prozent der Flüge waren verspätet

Nicht zuletzt wegen der Pilotenstreiks bei Lufthansa, Alitalia und Iberia zur Haupturlaubszeit mussten Urlauber auf Flughäfen im Ausland zum Teil stundenlange Verspätungen in Kauf nehmen. Der Flughafen Wien ist im Vergleich dazu nahezu unschlagbar in Sachen Pünktlichkeit.

Im ersten Quartal 2001 waren 17,8 Prozent der Abflüge am Wiener Flughafen verspätet. Damit schnitt Wien laut Assiciation of European Airports (AEA) als Drittbester nach Düsseldorf (17,1 Prozent) und Oslo (17,2 Prozent) ab.

Den Negativrekord bei verspäteten Abflügen halten Madrid (36,4 Prozent) und Mailand Malpensa (30,8 Prozent). In ganz Europa ist jeder vierte Flug verspätet.

Gute Performance dank Triple-A-Projekt
Die gute Performance von Wien-Schechat ist laut Wirtschafts Blatt zum einen auf das 2000 ins Leben gerufene Triple-A-Projekt zurückzuführen. Initiator AUA, die Flughafen Wien AG und die Flugsicherung Austro Control gingen daran, die beeinflussbaren internen Abläufe zu optimieren.

Durch die bessere Koordination der Triple-A-Partner "fliegt der Passagier pünktlicher und bequemer ab", so AUA-Vorstand Mario Rehulka. Verbunden damit ist eine beschleunigte Bodenabfertigung, rascheres Catering, Betankung etc.

"Beim Airbus A-320 konnte die Umkehrzeit eines hereinkommenden Flugzeugs dadurch bis zum nächsten Start von 55 auf 45 Minuten verringert werden", sagt Hans Pokorny, Chef der Koordinierungsfirma Avicon.

Die eigens beauftragte Punctuality-Managerin Karin Kroneisl geht bei AUA internen Verzögerungen auf den Grund. "Nur ein Viertel der Delays entfallen auf die Airline. Zwei Drittel der Verspätungen in Europa entfallen auf Luftraumüberlastung und die zahlreichen, unterschiedlich arbeitenden Flusicherungen. Der Rest sind nicht beeinflussbare Faktoren wie das Wetter."

18.7.2001 08:59