Übernahmepläne weder bestätigt noch dementiert

Die Telekom Austria (TA) macht ein neuerliches Engagement bei Libros Onlinetochter Lion.cc von der Entwicklung bei der in Ausgleich befindlichen Libro AG selbst abhängig. Die TA stellte in einem Pressekommunique fest, dass jegliche Mutmaßungen in Richtung einer Übernahme von Lion.cc rein spekulativer Natur sind.
"Telekom Austria beobachtet laufend den Fortgang der Entwicklungen bei Libro und hat ihren Beitrag zu einem zukünftigen Erhalt geleistet", indem sie ihre Libro-Anteile an den Sanierungsbeauftragten Gottwald Kranebitter übertragen hat, so TA-Sprecherin Sigrid Bachinger.
"Ein zukünftiges Interesse an Lion.cc ist von der Entwicklung bei Libro abhängig und ist heute weder zu bestätigen noch zu dementieren", so die Telekom wörtlich.
Lion-Vorstand setzt auf "Fortführungskonzept"
Keinen Kommentar zu angeblichen Verhandlungen mit der Telekom Austria (TA) für eine Beteiligung an Lion.cc gab am Mittwoch Lion-Vorstand Heinz Lederer ab. Er verhandelt seit 14 Tagen intensiv mit "mehreren" potenziellen Partnern sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Basis der Partnerverhandlungen - die nicht unbedingt einen Totalverkauf bedeuten müssten - ist ein "Fortführungskonzept" für Lion.cc, das sowohl von den Lion-Eigentümern (WAZ, Libro) als auch von den Libro-Gläubigerbanken positiv aufgenommen worden ist, so Lederer.
Vorwürfe der WAZ-Gruppe gegen Lion.cc
Die deutsche Mediengruppe WAZ, die rund 30 Prozent an Lion hält, hat, wie berichtet, bereits gerichtliche Schritte in Aussicht gestellt. Ex-Libro-Chef Andre Rettberg, UIAG-Boss Kurt Stiassny und Lion-Vorstand Heinz Lederer wurde in einem Schreiben der WAZ-Rechtsanwaltskanzlei Menold & Aulinger mitgeteilt, dass sie sich gegenüber der WAZ-Gruppe "schadensersatzpflichtig gemacht" hätten. Die Betroffenen hätten, so das Nachrichtenmagazin "Format", 354 Mill. S (25,7 Mill. Euro) aus dem Lion-Vermögen zur Mutter Libro geschoben.
Familiendrama in St. Pölten16:26
Bluttat: Tochter Zeuge?Vater schoss auf Sohn und richtete sich selbst. Waffenbesitz des 37-Jährigen illegal
Grand Prix von Monaco17:58
Sechster trotz BestzeitSchumi Schnellster in Monaco. Wegen Rückstufung dennoch Webber in der Pole.

