Stohl in Gesamtwertung auf Platz 10

Die Safari-Rallye in Kenia, der achte WM-Lauf der Saison, wurde zur Triumphfahrt für WM-Spitzenreiter Tommi Mäkinen und seinen Beifahrer Risto Mannisenmäki im Mitsubishi Lancer. Nach zwölf überaus harten Prüfungen über insgesamt 1.078 km verwiesen die Finnen mit ihrem dritten Saisonsieg ihre Landsleute Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen im Peugeot 206 WRC um 12:37 Minuten klar auf den zweiten Platz.
Rang drei erkämpften die Deutschen Armin Schwarz/Manfred Hiemer, die damit Skoda im 100. Motorsport-Jahr den ersten Podiumsplatz bescherten.
Österreichs Rallye-Haudegen Rudi Stohl beendete mit seinem Co-Piloten Peter Müller seine 19. Safari-Rallye auf dem ausgezeichneten zehnten Endrang, der Platz vier in der Gruppe N für das Mitsubishi-Lancer-Evo-VI-Duo bedeutete. Der 54-jährige Wiener erreichte damit zum insgesamt elften Mal das Ziel des härtesten WM-Laufes der Welt.
Ein großer Erfolg für Stohl
"Es war wie immer ein großes Erlebnis", erklärte Stohl, der zuletzt - 1998 und 2000 - in Kenia zwei Mal ausgeschieden war. "Die Safari zu bezwingen ist wie ein Sieg, vor allem für einen Privatfahrer wie mich. Der zehnte Gesamtrang zählt zu meinen größten Erfolgen in Afrika. Ich habe versucht die richtige Mischung zwischen Angriff und Zurückhaltung zu finden. Das ist mir ganz gut gelungen. Für mich war es zudem der Beweis, dass ich noch recht gut mithalten kann. Mit diesem Ergebnis kann ich auch beruhigt im nächsten Jahr an den Start gehen."
Für Mäkinen der 23. WM-Triumph
Der vierfache Weltmeister Mäkinen übernahm mit seinem 23. WM-Triumph, mit dem er den bisherigen "Weltrekord" des Trios Colin McRae (Schottland), Juha Kankunen (Finnland) und Carlos Sainz (Spanien) einstellte, mit 40 Punkten die alleinige WM-Führung, zehn Zähler vor McRae. Der Ford-Fahrer war bereits am ersten Tag ausgeschieden. In der Markenwertung löste Mitsubishi mit dem insgesamt 34. WM-Erfolg Ford um sechs Punkte an der Tabellenspitze ab.
Piloten wurden gefordert
"So hart wie in diesem Jahr war diese Rallye noch nie. Die Bedingungen mit dem vielen Schlamm waren teilweise unglaublich", erklärte Mäkinen, dem am Schlusstag Turbo-Probleme zu schaffen machten, nach seinem zweiten Safari-Erfolg nach 1996. Nach dem härtesten WM-Lauf der Welt, den gerade einmal ein Drittel der 42 gestarteten Teams beendete, können der WM-Spitzenreiter und seine Kollegen ihren "Bleifüßen" die wohlverdiente Pause gönnen, denn der 9. WM-Lauf findet erst vom 24. bis 26. August in Finnland statt.
| Endstand der Safari-Rallye |
| 1. | Tommi Mäkinen/Risto Mannisenmäki (FIN) | Mitsubishi Lancer | 8:58:37 | |
| 2. | Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen (FIN) | Peugeot 206 WRC | + 12:37 | |
| 3. | Armin Schwarz/Manfred Hiemer (GER) | Skoda Octavia WRC | + 18:15 | |
| 4. | Francois Delecour/Daniel Grataloup (FRA) | Ford Focus WRC | + 20:36 | |
| 5. | Freddy Loix/Sven Smeets (BEL) | Mitsubishi Carisma GT | + 1:44:02 | |
| 6. | Gabriel Pozzo/Daniel Luis Stillo (ARG) | Mitsubishi Lancer | + 2:07:26 (1. Gruppe N) |
weiter:
| 10. | Rudi Stohl/Peter Müller (AUT) | Mitsubishi Lancer Evo IV | + 4:41:23 (4. Gruppe N) |
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