Freitag, 20. Juli 2001

Bayern-Star soll 400.000 Mark zahlen

Gegen Fußball-Profi Stefan Effenberg (32) vom Champions-League-Sieger FC Bayern München ist nach einem handfesten Streit in einer Münchner Nobel-Discothek im Oktober des Vorjahres ein Strafbefehl wegen Körperverletzung erlassen worden. Die Höhe soll nach einem Bericht einer deutschen Tageszeitung 400.000 Mark (204.517 Euro/2,81 Mill. S) betragen.

Der für den Fall zuständige Richter des Münchner Amtsgerichts bestätigte am Freitag auf Anfrage lediglich den Erlass des Strafbefehls. "Über den Betrag sage ich nichts", erklärte Richter Werner Rauner.

Der Strafbefehl ist noch nicht rechtskräftig. Er wurde Effenberg offenbar am Donnerstag zugestellt. Der Bayern-Spieler hat 14 Tage Zeit, um Einspruch einzulegen. Sollte er dies tun, käme es zu einer Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht München. Effenbergs Anwalt Jörg Sklebitz, der am Freitag über seine Kanzlei nicht zu erreichen war, kündigte in der "Bild"-Zeitung einen Einspruch an. Auch Richter Rauner sagte, er persönlich erwarte, dass Effenberg den Strafbefehl "nicht akzeptiert".

Effenberg als Schläger
Effenberg wird vorgeworfen, in der Nacht zum 1. Oktober 2000 bei einem gemeinsam Besuch der Discothek "P1" mit seiner Ehefrau Martina sowie Freunden im Streit um reservierte Plätze eine 32-jährige Frau aus London ins Gesicht geschlagen zu haben. Der Bayern-Kapitän sprach nach dem Vorfall von einer "Abwehrreaktion", nachdem ihm die Frau während der Auseinandersetzung angeblich ohne Vorwarnung ein Glas Champagner ins Gesicht geschüttet hatte. Effenberg war nur wenige Tage nach Bekanntwerden des Vorfalles von Bayern München mit einer Geldstrafe belegt worden, über deren Höhe keine Angaben gemacht wurden.

20.7.2001 13:59