Reiff/Richter-Libiseller hoffen auf Synchron-Bronze

Die 9. Schwimm-Weltmeisterschaften in Fukuoka sind zwar schon seit Montag in Gang, für Österreich werden die Titelkämpfe aber erst in der zweiten Woche ab Sonntag interessant. Sieben Schwimmer und zwei Wasserspringerinnen vertreten den österreichischen Verband (VÖS) auf dem Messegelände der japanischen Stadt. So viele Österreicher waren bei einer WM bisher noch nie dabei.
Gestiegen ist nicht nur die VÖS-Teilnehmerzahl, sondern auch die -Erwartung. Die jüngsten Leistungen lassen einiges erhoffen, auch wenn Medaillen noch außer Reichweite scheinen. Für Marion Reiff/Anja Richter-Libiseller ist nach Olympia-"Blech" bei optimalem Wettkampf-Verlauf aber sogar Edelmetall im Synchro-Springen möglich, es wäre Österreichs erste WM-Medaille überhaupt. Für die bisherigen VÖS-Top-Platzierungen sorgten 1986 in Madrid Niki Stajkovic vom 3-m-Brett und Alexandra Worisch im Synchron-Schwimmen jeweils mit Platz fünf.
Bronze in Reichweite
Dieser Rang sollte für Reiff/Richter-Libiseller jedenfalls zu erreichen sein, Coach Michael Worisch erwartet seine Schützlinge auf den Plätzen drei bis sechs. "Die Chinesinnen sind unerreichbar. Aber dahinter ist was möglich, auch wenn die übrige Konkurrenz sehr gut ist." Die Wettkampf steigt bereits am Sonntag, für den 10-m-Einzel-Bewerb am Dienstag/Mittwoch ist vor allem mit der Olympia-Siebenten Richter-Libiseller zu rechnen. "Wir hoffen auf einen Finalplatz, Marion sollte sich gegenüber Sydney etwas verbessern", so Worisch.
Podoprigora in Form
Bei den Schwimmern hat sich vor allem Maxim Podoprigora einiges vorgenommen. Sogar das Wort "Finale" nimmt der 23-Jährige in den Mund. Bei Olympia war er an diesem Vorhaben als Elfter gescheitert. "Die Konkurrenz ist seit Sydney zwar wieder stärker geworden, aber ich auch", meinte der gebürtige Ukrainer. Im Vorjahr war Podoprigora in Helsinki sensationell zu EM-Bronze über 200 m Brust geschwommen. Die 200-m-Entscheidung steht in Fukuoka am Mittwoch auf dem Programm, schon am Montag startet Podoprigora quasi zum Aufwärmen über 100 m.
Starke Damen-Riege
Nach der Absage von Patrick Schmollinger vertritt in Asien nur noch Markus Rogan Österreichs Herren, die fünfköpfige Damen-Riege umfasst Petra Zahrl, Elvira Fischer, Judith Draxler, Vera Lischka und Mirna Jukic. Letztere wird nach ihren drei Gold-Medaillen bei der Jugend-EM sicher locker in die WM gehen, für die 31-jährige Draxler sind es nach Rom 1994 und Perth 1998 ihre dritten Weltmeisterschaften.
WM-Debüt von Zahrl
Zahrl gibt ihr WM-Debüt. "Ich will über 200 m Delfin ins Semifinale. In der Weltrangliste bin ich 19., also muss ich dafür zumindest drei Schwimmerinnen überholen. Ohne persönlichen Rekord wird das nicht gehen, aber ich bin in Form." Anders als Podoprigora startet die Wienerin zuerst über ihre Parade-Disziplin, dann erst über den 100er. Die VÖS-Equipe fand am Mittwoch am 25 Bus-Minuten vom Quartier befindlichen WM-Schauplatz übrigens gute Bedingungen vor, das Wetter war regnerisch bei etwa 25 Grad Celsius. ~
VÖS-Aufgebot WM Fukuoka
Schwimmen-Herren:
Maxim Podoprigora (50,100,200 m Brust)
Markus Rogan (50,100,200 m Rücken)
Schwimmen-Damen:
Judith Draxler (50,100 m Freistil, 50 m Delfin)
Elvira Fischer (100,200 m Brust)
Mirna Jukic (50,100,200 m Brust)
Vera Lischka (50 m Brust)
Petra Zahrl (100,200 m Delfin)
Wasserspringen:
Anja Richter-Libiseller (10 m Turm, 10 m Synchro Turm)
Marion Reiff (10 m Turm, 10 m Synchro Turm)
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